Zum Hauptinhalt springen

Polizei vereitelt Anschlag auf Highschool

In Tampa, Florida, wurde ein 17-Jähriger festgenommen, der ein Attentat auf eine Schule geplant hatte. Der mutmassliche Täter wollte inmitten von Schülern eine selbstgebaute Bombe zünden.

War schon öfters festgenommen worden: Der 17-jährige mutmassliche Bombenleger im Gerichtssaal in Tampa. (17. August 2011)
War schon öfters festgenommen worden: Der 17-jährige mutmassliche Bombenleger im Gerichtssaal in Tampa. (17. August 2011)
Keystone

Ein in Florida festgenommener polizeibekannter Jugendlicher soll einen Anschlag mit verheerenden Folgen auf seine frühere Highschool geplant haben. Der 17-Jährige habe am ersten Unterrichtstag kommende Woche eine Bombe zünden und möglichst viele Menschen töten wollen, erklärte die Polizei in Tampa.

Der Verdächtige wurde am Dienstagabend festgenommen, nachdem die Polizei einen Hinweis erhalten hatte. Der Anschlag sei überaus detailliert geplant gewesen und habe zu mehr Opfern führen sollen als das Blutbad an der Columbine-Highschool 1999. Damals kamen 13 Menschen und die zwei Täter ums Leben. Polizeichefin Jane Castor sagte, der Polizei und dem Schulsystem sei es «wahrscheinlich gelungen, ein potenziell katastrophales Ereignis abzuwenden, wie es Tampa noch nie gesehen hat und hoffentlich nie sehen wird».

Material in Wohnung entdeckt

In der Wohnung des Verdächtigen habe die Polizei Material zum Bau von Rohrbomben, ein Schrapnell, Plastikschläuche sowie Zeitzünder und Brennstoff entdeckt. Ausserdem seien Zeichnungen von Klassenräumen und Erklärungen gefunden worden, in denen der Jugendliche Tötungsabsichten äusserte. Ziel seien bestimmte Verwaltungsangestellte und alle Schüler in der Nähe gewesen, erklärte die Polizei. Von wem der Hinweis auf den möglichen Anschlagsplan kam, sagten die Ermittler nicht.

Die Zeitung «The St. Petersburg Times» berichtete, Staatsanwälten zufolge habe der Verdächtige bei seiner Festnahme erklärt, er habe eine Bombe zünden und viele Opfer verursachen wollen.

Mehrmals festgenommen

Schulrektor Chris Farkas sagte, der Jugendliche sei im April 2010 wegen eines Vorfalls der Schule verwiesen worden, der nichts mit der Schule zu tun gehabt habe. Farkas sagte, vermutlich wäre er beim Betreten des Schulgeländes sofort angehalten worden und hätte seinen Plan wahrscheinlich nicht umsetzen können. Die Schule wird von 2100 Schülern besucht.

Nach Behördenangaben wurde der 17-Jährige in der Vergangenheit bereits mehrfach festgenommen und stand unter polizeilicher Beobachtung. Die Vorwürfe lauteten auf Einbruch, verdecktes Tragen einer Waffe, Änderung der Seriennummer einer Feuerwaffe und Drogenbesitz. Die Festnahmen hatten jedoch keine Folgen.

dapd/kpn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch