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Polizei verhaftet zwei Männer bei Basler Moschee

Das Migrationsamt liess die Moschee des Imams durchsuchen, dessen Söhne ihrer Lehrerin den Handschlag verweigern. Auch ein zuvor schon verhafteter Extremist verkehrte dort.

Polizeieinsatz: Ein Eingang zum Haus, in dem die Moschee der Islamischen König-Faysal-Stiftung untergebracht ist, an der Friedensgasse in Basel. (26. April 2016)
Polizeieinsatz: Ein Eingang zum Haus, in dem die Moschee der Islamischen König-Faysal-Stiftung untergebracht ist, an der Friedensgasse in Basel. (26. April 2016)

Bei einer Razzia in der König-Faysal-Moschee in Basel sind heute zwei Männer festgenommen worden. Sie konnten sich nicht ausweisen und halten sich wohl illegal in der Schweiz auf.

Durchgeführt wurde die Aktion vom Migrationsamt des Kantons Basel-Stadt mit Unterstützung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Auslöser des Einsatzes sei ein Hinweis aus der Bevölkerung gewesen, wonach sich in den Räumlichkeiten der Moschee eine Person ohne geregelten Aufenthaltsstatus befinden könnte, sagte ein Sprecher des baselstädtischen Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) auf Anfrage.

Kontrolle ohne Zwischenfall

Die Personenkontrolle verlief laut dem Sprecher ruhig und ohne Zwischenfälle. Jener Abschnitt der Friedensgasse, an der sich die Moschee befindet, war für die Dauer der Aktion gesperrt. Im Einsatz standen auch Spezialeinheiten der Basler Polizei.

Zu den beiden festgenommenen Männern waren beim JSD keine näheren Angaben zu erhalten. Sie würden nun ausländer- und strafrechtlich überprüft, sagte der Sprecher.

Moschee in den Schlagzeilen

Die König-Faysal-Moschee war in letzter Zeit immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Unter anderem predigt dort jener Imam, dessen Söhne in Therwil die Handschlag-Affäre ausgelöst hatten. Auch der Extremist A. J., der unter dem Namen «der Apotheker» bekannt wurde, verkehrte an dem Ort. Er sitzt derzeit im Basler Gefängnis in Ausschaffungshaft.

Die Aktion vom Dienstag habe jedoch weder mit Jihadismus noch mit der Medienberichterstattung zu tun, sagte der JSD-Sprecher. Die starke Polizeipräsenz begründete er damit, dass man sich bei allen Einsätzen auf alle Eventualitäten vorbereite, um die grösstmögliche Sicherheit gewährleisten zu können.

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