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Priester nimmt sich nach Missbrauchsverdacht das Leben

In der Westschweiz werden zwei Priester verdächtigt, Kinder sexuell missbraucht zu haben. Einer von ihnen beging nun Suizid. Im Fall des zweiten soll der Vatikan tätig werden.

Einer der zwei Priester, die in der Westschweiz des sexuellen Missbrauches von Minderjährigen beschuldigt werden, hat sich das Leben genommen. Sein Dossier war den Justizbehörden übergeben worden, weil die ihm vorgeworfenen Taten nicht verjährt waren.

Die Genfer Kantonspolizei habe den Suizid am Samstag zur Kenntnis genommen, bestätigte ein Sprecher eine Meldung der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche». Der Mann beginn die Tat im Kanton Genf.

Die beiden Priester aus den Kantonen Genf und Waadt waren für die Dauer der Ermittlungen vom Dienst suspendiert worden, wie das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg am Mittwoch mitgeteilt hatte.

Vatikan soll Verjährung aufheben

Ein Sprecher des Bistums hatte am Donnerstag nicht bekanntgeben wollen, ob die Opfer der beiden beschuldigten Priester Mädchen oder Knaben waren. Ebenfalls keine Angaben waren zur Zahl der Opfer und zum Alter der Priester erhältlich.

Dem zweiten Priester wird im Kanton Waadt sexueller Missbrauch vorgeworfen. Seine Taten sind strafrechtlich jedoch verjährt. Sein Dossier übergab das Bistum dem Heiligen Stuhl in Rom mit der Bitte, die Verjährung nach kanonischem Recht aufzuheben. Das bedeutet, dass in diesem Fall der Übergriff - oder die Übergriffe - mindestens 20 Jahre zurückliegen muss.

SDA/oku

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