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Prosit Neujahr im «Riesenpflotsch»

Der Countdown läuft, das neue Jahr steht vor der Tür. Nur das Wetter kann noch einen Strich durch die Rechnung machen. Wir sagen, wo man im Freien anstossen und freie Sicht aufs Feuerwerk haben kann.

Der Schnee muss weg: Ein Mann bedient in Davos einen Schneepflug. (31. Dezember 2011)
Der Schnee muss weg: Ein Mann bedient in Davos einen Schneepflug. (31. Dezember 2011)
Reuters
Viel Neuschnee: Ein schneeüberdecktes Auto in Davos. (31. Dezembher 2011)
Viel Neuschnee: Ein schneeüberdecktes Auto in Davos. (31. Dezembher 2011)
Reuters
Schnee liegt auf den Dächern in Chur. (30. Dezember 2011)
Schnee liegt auf den Dächern in Chur. (30. Dezember 2011)
Keystone
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Heute hat eine Kaltfront den Alpenraum erfasst, die besonders in den Bergen ergiebige Schneefälle bringt. Mehrere Passstrassen mussten schliessen, Bahnlinien den Betrieb einstellen, der Verkehr war in den Bergen teilweise beeinträchtigt (siehe Bildstrecke).

Nach kurzer Beruhigung geht es morgen zu Silvester mit einer Warmfront weiter. Sie sorgt in den tieferen Lagen für kräftige Niederschläge. In den Bergtälern dürfte bis gegen Mittag noch vorwiegend Schnee fallen, dann steigt die Schneefallgrenze jedoch markant. Es wird nach Auskunft von Felix Baum von Meteonews bis auf 1400 bis 1700 Meter hinauf regnen.

Für die Neujahrsnacht selber stehen die Chancen zumindest im Mittelland recht gut auf einen klimatisch trockenen Rutsch ins neue Jahr. Handschuhe kann man bei Temperaturen von 5 bis 6 Grad getrost zu Hause lassen. Gutes Schuhwerk könnte hingegen ratsam sein. An einigen Orten dürfte laut Meteorologe Baum ein «Riesenpflotsch» auf Strassen und Trottoirs liegen. Der Dauerregen des Tages wird den Schnee in Matsch verwandelt haben, wenn er ihn nicht ganz weggespült hat.

In den zentralen und östlichen Voralpen stauen sich die Wolken auch am Silvesterabend und es dürfte hier noch länger regnen.

Gute Aussicht für Feuerwerk

Für die Freunde von Feuerwerken im Mittelland hat Meteorologe Baum recht gute Nachrichten. Unterhalb einer Höhe von rund 1400 Meter sollten die Wolken kein Hindernis darstellen. Mit einer leichten Südwestströmung sollten auch die Rauchschwaden der Knaller gut abziehen. Oberhalb von 1400 Meter droht der Feuerwerkszauber hingegen in der Nebelsuppe zu versinken.

Am Neujahrstag bleibt es mit 8 bis 10 Grad sehr mild und überwiegend trocken. Danach folgt unbeständiges Wetter. Es ziehen mehrere Störungen auf, die immer wieder auch von Sonnenschein abgelöst werden können. In den Bergen kommt in der ersten Januarwoche noch einmal regelmässig Neuschnee hinzu. Die Lawinengefahr, die jetzt schon erheblich ist, könnte dann noch einmal steigen.

Unterbrochene Bahnlinien – Geschlossene Pässe

Das teilweise stürmische Winterwetter behindert seit Freitagvormittag den Bahnverkehr in den Alpen. Wegen Lawinengefahr musste die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) den Bahnbetrieb auf verschiedenen Stecken einstellen – etwa über den Oberalppass. Geschlossen ist zudem der Autoverlad über den Pass, der die Kantone Uri und Graubünden verbindet, wie die MGB mitteilte.

Eingestellt wurde weiter der Autoverlad über den Furkapass. Grund dafür war die Schliessung der Strasse zwischen Hospental und Realp im Kanton Uri. Auch diese Strasse wurde wegen Schnees und stürmischen Wetters gesperrt, wie der Touring-Club Schweiz auf seiner Website mitteilte.

Ab dem frühen Nachmittag war auch die Bahnstrecke Realp-Hospental nicht mehr befahrbar. Zwischen Andermatt UR und Visp VS verkehrten die letzten Züge am Mittag und kurz nach 14.30 Uhr. Die Reisenden von Chur nach Brig mussten einen Umweg über Zürich machen. Die Bahnstrecke Disentis/Mustér–Brig war zwischen Dieni und Realp unterbrochen.

Zahlreiche Unfälle in Graubünden

Auf der schneebedeckten Domleschgerstrasse bei Rodels GR rutschte heute ein Personenwagen frontal in ein stehendes Postauto. Die 37-jährige Lenkerin wurde leicht verletzt und musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden. Im Laufe des Nachmittags konnte sie dieses aber bereits wieder verlassen. Im Postauto wurde niemand verletzt, wie die Bündner Kantonspolizei mitteilte.

Der erneut heftige Wintereinbruch führte heute bis am frühen Abend auf den Strassen im Kanton Graubünden zu rund 20 Verkehrsunfällen. In den meisten Fällen blieb es aber bei Sachschaden.

Lastwagen mit Sommerreifen rutscht auf Wiese ab

Ein Sattelschlepper mit Sommerreifen ist am frühen Freitagmorgen auf dem Hügel Böhler bei Schöftland AG von der schneebedeckten Strasse abgerutscht und auf einer Wiese stecken geblieben. Der Sattelschlepper musste von einer Spezialfirma geborgen werden.

Die Böhlerstrecke war seit dem Unfall um 4 Uhr bis um 10 Uhr gesperrt, wie die Aargauer Kantonspolizei mitteilte. Der Lastwagen war für eine Firma aus dem Baselbiet unterwegs und hatte Früchte geladen. Der Chauffeur – ein 37-jähriger Franzose – wurde verzeigt.

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