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Rätselhafter Tod von zwei britischen Kindern

Kriminalfall an der Costa Brava: In Lloret de Mar ist eine 43-jährige Britin festgenommen worden, weil sie ihre beiden Kinder getötet haben soll. Doch auch der Vater ist im Fokus der Fahnder.

Mutter unter Mordverdacht: Hat sie mit dem Tod ihrer Kinder etwas zu tun? (Bild: AFP)
Mutter unter Mordverdacht: Hat sie mit dem Tod ihrer Kinder etwas zu tun? (Bild: AFP)

Der Vater der Geschwister, die in einem Hotel in Lloret de Mar tot aufgefunden worden waren, ist ein mutmasslicher Pädophiler, wie die britische Polizei mitteilte. Die Mutter war zuvor unter Mordverdacht festgenommen worden.

Die fünfjährige Rebecca und ihr elf Monate alter Bruder Daniel waren nach Angaben der spanischen Polizei am Dienstag in einem Hotelzimmer in Lloret de Mar an der Costa Brava im Nordosten Spaniens tot aufgefunden worden. Die Todesursache war am Mittwoch weiter unklar: Die Leichen der Kinder wiesen laut Polizei keine äusseren Verletzungen auf. Das Ergebnis einer Autopsie stand aus.

Befragung wird noch einige Tage dauern

Die 43-jährige Britin Lianne S. selbst hatte eine Rezeptionistin gebeten, einen Notarzt zu rufen. Einem Bericht der Zeitung «El País» zufolge hinterliess sie einen Brief, in dem sie die Tötung ihrer Kinder gestand. Britische Medien berichteten, die Frau habe am Samstag mit beiden Kindern in das Vier-Sterne-Hotel Miramar eingecheckt. In ihrer Heimat gelten Mutter und Tochter nach Angaben der Polizei seit Dezember 2007 als vermisst.

Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Befragung der Verdächtigen werde noch einige Tage dauern. Bislang sei sie noch nicht offiziell beschuldigt worden. Ihr mögliches Motiv war zunächst unklar.

Der 45-jährige Ehemann Martin S. steht unter dem Verdacht des Kindesmissbrauchs. Nach Angaben der britischen Polizei hatte Spanien den Mann bereits am Dienstag ausgeliefert, am Mittwoch wurde er in Carlisle im Nordwesten Englands einem Richter vorgeführt. Ihm werden 13 Sexualdelikte zur Last gelegt, darunter die Vergewaltigung eines Mädchens.

AFP/bru

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