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Schütze von Daillon hatte 1,75 Promille Alkohol im Blut

Der Mann, der Anfang 2012 im Walliser Dorf Daillon drei Frauen tötete, war zur Tatzeit alkoholisiert. Die Zwischenbilanz der Staatsanwaltschaft bringt zudem weitere Details zum Tötungsdelikt ans Licht.

rbi
Grosse Anteilnahme: Kerzenumzug in Daillon VS. (5. Januar 2013)
Grosse Anteilnahme: Kerzenumzug in Daillon VS. (5. Januar 2013)
AFP
Sie gedenken der drei Toten vom letzten Mittwoch. (5. Januar 2012)
Sie gedenken der drei Toten vom letzten Mittwoch. (5. Januar 2012)
Keystone
Ein Porträt einer der Getöteten. (5. Januar 2013)
Ein Porträt einer der Getöteten. (5. Januar 2013)
Keystone
Die Verletzungen eines 33-jährigen Opfers sind nicht mehr lebensbedrohlich: Einschusslöcher in Daillon. (4. Januar 2013)
Die Verletzungen eines 33-jährigen Opfers sind nicht mehr lebensbedrohlich: Einschusslöcher in Daillon. (4. Januar 2013)
Keystone
Die Ermittlungen dauerten bis in den Abend hinein: Ein Polizist in Daillon. (3. Januar 2013)
Die Ermittlungen dauerten bis in den Abend hinein: Ein Polizist in Daillon. (3. Januar 2013)
Keystone
Daillon gehört zur Gemeinde Conthey und liegt nahe der Kantonshauptstadt Sitten: Beamte vor Ort. (3. Januar 2013)
Daillon gehört zur Gemeinde Conthey und liegt nahe der Kantonshauptstadt Sitten: Beamte vor Ort. (3. Januar 2013)
Reuters
Der Täter wohnte selber im Dorf: Sein Haus in Daillon. (3. Januar 2013)
Der Täter wohnte selber im Dorf: Sein Haus in Daillon. (3. Januar 2013)
Keystone
Die Polizei sichert Spuren im und um das Haus. (3. Januar 2013)
Die Polizei sichert Spuren im und um das Haus. (3. Januar 2013)
Keystone
Der Täter erschoss drei Frauen und verletzte zwei Männer: Der Tatort nahe der Kapelle von Daillon VS. (3. Januar 2013)
Der Täter erschoss drei Frauen und verletzte zwei Männer: Der Tatort nahe der Kapelle von Daillon VS. (3. Januar 2013)
Reuters
Die Polizei hatte den Tatort abgesperrt ...
Die Polizei hatte den Tatort abgesperrt ...
Reuters
... und sicherte Spuren: Kriminaltechniker vor Ort. (3. Januar 2013)
... und sicherte Spuren: Kriminaltechniker vor Ort. (3. Januar 2013)
AFP
Informierten über die Bluttat: Catherine Seppey (links) und Jean-Pierre Gross (2. von links) und Polizeikommandant Robert Steiner (3. von links). (3. Januar 2013)
Informierten über die Bluttat: Catherine Seppey (links) und Jean-Pierre Gross (2. von links) und Polizeikommandant Robert Steiner (3. von links). (3. Januar 2013)
Newspictures.ch
Das Motiv des Täters sei noch unklar: Generalstaatsanwalt Jean-Pierre Gross (links) und Robert Steiner (rechts) an der Pressekonferenz in Daillon. (3. Januar 2013)
Das Motiv des Täters sei noch unklar: Generalstaatsanwalt Jean-Pierre Gross (links) und Robert Steiner (rechts) an der Pressekonferenz in Daillon. (3. Januar 2013)
Keystone
«Für das Dorf und die Region ist so ein Vorfall schwierig zu verdauen»: Polizeikommandant Robert Steiner in Daillon. (3. Januar 2013)
«Für das Dorf und die Region ist so ein Vorfall schwierig zu verdauen»: Polizeikommandant Robert Steiner in Daillon. (3. Januar 2013)
Martina Läubli
Viel Hektik: Der Dorfkern von Daillon nahe Sion wenige Stunden nach dem Amoklauf. (3. Januar 2013)
Viel Hektik: Der Dorfkern von Daillon nahe Sion wenige Stunden nach dem Amoklauf. (3. Januar 2013)
Keystone
Beobachteten, wie die Polizei den Täter überwältigte: Dorfbewohnerin Nathalie Frizzi mit ihrem Freund, dessen Sohn und zwei Hunden. (3. Januar 2013)
Beobachteten, wie die Polizei den Täter überwältigte: Dorfbewohnerin Nathalie Frizzi mit ihrem Freund, dessen Sohn und zwei Hunden. (3. Januar 2013)
Le Matin
Hier wurde der Täter festgenommen: Kapelle in Daillon VS. (3. Januar 2013)
Hier wurde der Täter festgenommen: Kapelle in Daillon VS. (3. Januar 2013)
Le Matin
Der Mann soll mit einem Sturmgewehr auf Passanten geschossen haben: Von der Polizei abgesperrter Tatort in Daillon. (3. Januar 2013)
Der Mann soll mit einem Sturmgewehr auf Passanten geschossen haben: Von der Polizei abgesperrter Tatort in Daillon. (3. Januar 2013)
Le Matin
Drei Menschen starben durch Schüsse: Der Dorfeingang von Daillon VS am Morgen. (3. Januar 2013)
Drei Menschen starben durch Schüsse: Der Dorfeingang von Daillon VS am Morgen. (3. Januar 2013)
AFP
Mehrere Patrouillen und Mitglieder einer Spezialeinheit waren vor Ort: Ein Polizist in Daillon. (3. Januar 2013)
Mehrere Patrouillen und Mitglieder einer Spezialeinheit waren vor Ort: Ein Polizist in Daillon. (3. Januar 2013)
Keystone
Das Drama ereignete sich in den Abenstunden: Das kleine Dorf Daillon im Wallis. (3. Januar 2013)
Das Drama ereignete sich in den Abenstunden: Das kleine Dorf Daillon im Wallis. (3. Januar 2013)
AFP
Der Täter wollte einen Familienstreit aus der Welt schaffen: Polizisten in Daillon. (3. Januar 2013)
Der Täter wollte einen Familienstreit aus der Welt schaffen: Polizisten in Daillon. (3. Januar 2013)
Keystone
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Beim Drama im Walliser 400-Seelen-Dorf Daillon, bei dem zu Jahresbeginn drei Frauen getötet wurden, hat der Schütze unter dem Einfluss von Alkohol den Abzug gedrückt. Zum Zeitpunkt der Bluttat hatte er 1,75 Promille Alkohol im Blut.

Er litt zudem seit vielen Jahren an psychischen Problemen, wie die Walliser Staatsanwaltschaft in einer Zwischenbilanz knapp ein Jahr nach der Bluttat am Mittwochabend mitteilte. Der Schweizer befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft.

Gegen ihn wurde eine Untersuchung wegen Mordes, vorsätzlicher Tötung, Gefährdung des Lebens anderer sowie schwerer Körperverletzung eröffnet. Aufgrund dieser Vorwürfe müsse er mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe rechnen, hielt die Staatsanwaltschaft fest.

30 Hülsen gefunden

Bei der Bluttat verwendete er einen älteren Armee-Karabiner und eine Schrotflinte. Am Tatort wurden ungefähr 30 ausgeworfene Hülsen gefunden. Beim Mann wurde ein umfangreiches Waffenarsenal gefunden.

Darunter befanden sich unter anderem ein zweiter Karabiner, zwei weitere Gewehre, drei Softair-Pistolen, eine Schreckschusspistole, eine Luftpistole, die Nachbildung einer Maschinenpistole und eine Pistolen-Attrappe.

Panzerfaust vom Militär entwendet

Er verfügte auch über ungefähr 15 Messer und Dolche, mehrere Äxte und Säbel sowie Kugeln und Munition. Sogar eine Panzerfaust wurde bei ihm gefunden. Diese war für den einmaligen Gebrauch bestimmt und offenbar bereits ausgelöst worden.

Der Todesschütze gab an, die Panzerfaust während seines Militärdienstes entwendet zu haben. Er verfügte über das Arsenal, obwohl ihm 2005 bei einer Einlieferung in die Psychiatrie als vorbeugende Massnahme bereits sämtliche Waffen entzogen worden waren.

Drei Todesopfer

Die Polizei war am Abend des 2. Januars gegen 20.50 Uhr alarmiert worden, dass ein Bewohner in Daillon Schüsse abgebe. Er erschoss drei Frauen im Alter von 32, 55 und 79 Jahren und verletzte zwei Männer von 33 und 63 Jahren.

Alle Opfer waren in Daillon wohnhaft. Eine Sondereinheit konnte den Mann schliesslich stoppen, wobei er schwere Verletzungen erlitt und auf die Intensivstation gebracht werden musste. Als Motiv hatte er angegeben, dass er mit der Bluttat ein Familienproblem regeln wollte.

(SDA)

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