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Schulschluss für die älteste Primarschülerin

Eine 35-jährige Peruanerin, die in Vordemwald AG in die dritte Klasse der Primarschule geht, darf dies noch bis zu den Frühlingsferien tun. Dann muss sie eine Bildungsstätte für Erwachsene besuchen.

Erhält eine Frist: Die 35-jährige Primarschülerin aus Peru.

Auf diese Lösung einigten sich alle Beteiligten. Der Primarschulbesuch durch die Frau nämlich hatte dem Schulgesetz des Kantons Aargau widersprochen. Dieses schreibt vor, dass die Volksschule lediglich Kindern und Jugendlichen offensteht.

Wie das aargauische Departement für Bildung, Kultur und Sport (BKS) und die Schulpflege Vordemwald am Freitag mitteilten, fanden alle Beteiligten eine regelkonforme Lösung. Die Möglichkeit, dass die Frau im Rahmen eines Schulversuchs weiter in die dritte Klasse geht, stand dabei nicht zur Diskussion.

Die Frist bis zu den Frühlingsferien gebe der Frau, ihrem Mann und der Gemeinde genügend Zeit, die weitere Schulkarriere zu regeln, heisst es im Communiqué. Die Lösung werde sich in einem der Angebote für Erwachsene mit Migrationshintergrund finden. Zudem könnten die Frau und ihre Klasse sich voneinander lösen. Die Schule Vordemwald will nach dem Medienwirbel um die erwachsene Schülerin möglichst rasch wieder zur Normalität zurückkehren.

Vertreibung aus dem Paradies

Die 35-Jährige besuchte seit dem vergangenen Herbst die dritte Klasse der Primarschule der kleinen Gemeinde Vordemwald im Bezirk Zofingen. Die örtliche Schulpflege hatte dem Besuch zugestimmt. Auch die Eltern der Primarschüler waren informiert worden.

Das Aargauer Bildungsdepartement erfuhr von der ungewöhnlichen Primarschülerin erst kürzlich. Das «Zofinger Tagblatt» berichtete gross aufgemacht über die Peruanerin. «Die Schule ist für mich wie ein Paradies», hatte die Frau der Zeitung zu Protokoll gegeben.

SDA/jak

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