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Schweizer Reisende brauchten viel Geduld

Bis zu elf Kilometer Stau vor dem Gotthard, 177'000 abgefertigte Passagiere am Flughafen Kloten: Dieses Wochenende verlangte Reisenden viel Zeit und Geduld ab.

Kreativer Zeitvertreib: Reisende campieren im Stau neben ihren Autos vor dem Gotthard. (10. Juli 2015)
Kreativer Zeitvertreib: Reisende campieren im Stau neben ihren Autos vor dem Gotthard. (10. Juli 2015)
Keystone

Wer am Wochenende in Vorfreude auf die Ferien mit dem Auto Richtung Süden fuhr, dem verpasste der Stau am Gotthard möglicherweise einen Dämpfer. Auch am Flughafen Zürich herrschte wegen der mancherorts beginnenden Ferien Hochbetrieb. Die Daheimgebliebenen wurden mit schönem Wetter entschädigt.

Das Wochenende begann mit einem Unfall: Nach dem Brand eines Autotransporters war der Gotthard-Strassentunnel am Freitag während zwei Stunden gesperrt. Vor dem Nordportal staute sich der Verkehr auf elf Kilometern. Für viele Ferienreisende wurde die Fahrt nach Süden zu einer zweistündigen Geduldsprobe. Später verlängerte sich die Blechschlange vor dem Nordportal auf 13 Kilometer. Damit war das Schlimmste in Sachen Stau für das Wochenende zwar überstanden. Angenehm wurde es für die Reisenden aber auch am Samstag und Sonntag nicht.

Über eine Stunde Wartezeit

Bereits am frühen Morgen stauten sich die Fahrzeuge nach Angaben des Touring Club Schweiz (TCS) zwischen Wassen und Göschenen jeweils auf einer Länge von sieben Kilometern. Für die Reisenden bedeutete das über eine Stunde Wartezeit. Im Verlauf des Tages bildete sich der Stau etwas zurück. Am späteren Nachmittag betrug er jeweils noch rund drei Kilometer.

Der Gotthard-Strassentunnel war am Wochenende aber nicht die einzige Hürde für die Reise in den Süden: Auch vor dem Grenzübergang Chiasso-Brodega für die Ausreise nach Italien staute sich der Verkehr auf bis zu zwei Kilometern, wie der Internetseite des TCS zu entnehmen war.

Zürcher, Deutsche und Holländer

Unter den Wartenden dürften sich viele Zürcher, Deutsche und Holländer gefunden haben. Im Kanton Zürich, in mehreren deutschen Bundesländern sowie in Mittelholland begannen nämlich an diesem Wochenende die Sommerferien.

Gedulden musste sich auch, wer die Reise in Richtung Norden antrat: Zwischen Quinto und Airolo im Kanton Tessin erreichte der Stau eine Länge von bis zu drei Kilometern.

Grossandrang am Flughafen

Doch nicht nur auf der Strasse, auch am Flughafen Zürich herrschte Hochbetrieb: Am Samstag und Sonntag wurden insgesamt rund 177'000 Passagiere abgefertigt.

Die 88'000 Passagiere vom Samstag und 89'000 Passagiere vom Sonntag waren aber noch nicht die Spitze des Sommers: Am meisten Leute werden für das Wochenende vom 25. und 26. Juli erwartet, wenn die ersten bereits aus den Ferien zurückkehren und andere erst abfliegen. Dann wird es wohl täglich 95'000 Passagiere geben. Zum Vergleich: An «normalen» Tagen registriert der Flughafen Zürich rund 70'000 Passagiere.

Sonne für alle

Wer nicht in die Ferien fuhr, wurde durch sommerliches Wetter entschädigt. Am Samstag erreichten die Temperaturen im Norden verbreitet über 30 Grad, wie MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. Der schweizweit höchste Wert wurde in Sion mit 34,4 Grad gemessen.

Am Sonntag lagen die Temperatur im Schnitt rund drei Grad tiefer – zwischen 28 und 30 Grad auf der Alpennordseite. Bis Ende nächster Woche ist laut den Meteorologen mit einer neuen Hitzewelle zu rechnen.

SDA/rar

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