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Schweizerin in Indien vergewaltigt

Eine 39-jährige Schweizer Touristin wurde in Indien von einer Gruppe von Männern vergewaltigt. Die Täter hielten währenddessen den Ehemann fest.

Die Touristin und ihr Mann wurden beim Zelten überfallen: Polizisten am Ort des Verbrechens.

In Indien ist eine Schweizer Touristin angegriffen und von mehreren Männern vergewaltigt worden. Die 39-jährige Frau und ihr Ehemann wurden überfallen als sie im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh in einem Zelt übernachteten.

Gemäss «One India» war das Ehepaar während einer Ferienreise mit Fahrrädern von Orchha nach Agra unterwegs, wo sich das Taj Mahal befindet. In einer Waldgegend bei Datia wollten sie kampieren. Dort seien sie dann von acht Männern angegriffen worden. Der Ehemann sei gefesselt, die Frau sei in seinem Beisein vergewaltigt worden. Die Angreifer hätten das Paar zudem ausgeraubt und mit Holzstöcken niedergeschlagen. Sie stahlen ein Mobiltelefon, einen Laptop und Bargeld im Wert von rund 140 Euro.

13 Verdächtige festgenommen

Nach Angaben der Polizei wurden acht Männer im Zusammenhang mit der Vergewaltigung vernommen. Die sieben mutmasslichen Täter seien identifiziert, aber noch nicht verhaftet worden, schreibt die indische Agentur Ians. Auf Aufnahmen indischer Fernsehsender war zu sehen, wie Dutzende Polizisten das Waldstück absuchen, in dem sich der Angriff ereignete (s. Video).

Die Schweizerin befindet sich nicht in Lebensgefahr. Sie stehe unter Schock, habe aber das Spital bereits wieder verlassen, schrieb die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Das Eidg. Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) äusserte sich in einer Stellungnahme schockiert über den Vorfall. Es schreibt, diplomatische Vertreter der Schweiz würden die Opfer im Rahmen des konsularischen Schutzes unterstützen. Man stehe mit den lokalen Behörden in Kontakt, damit sich die Täter möglichst rasch vor einem Gericht verantworten müssen.

Massenproteste und Gewaltdebatte

Es handelt sich um den hundertsten Vergewaltigungsfall in Indien seit der brutalen Gruppenvergewaltigung einer Studentin in Neu Delhi im Dezember. Sechs Männer hatten die junge Frau in einem Bus in Neu Delhi vergewaltigt, mit einer Eisenstange misshandelt und sie schliesslich aus dem fahrenden Bus geworfen. Ihr Freund musste die Gewalttat mitansehen.

Die 23-Jährige wurde so schwer verletzt, dass sie wenige Tage später starb. Die Tat löste in Indien Massenproteste und eine Debatte über Gewalt gegen Frauen aus.

AFP/sda

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