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Schweres Erdbeben erschüttert Hindukusch

Ein Erdbeben hat den Norden Afghanistans und Pakistans erschüttert. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt.

Opfer des Erdbebens: Ein Verletzter liegt in einem Krankenhaus in Peschawar.
Opfer des Erdbebens: Ein Verletzter liegt in einem Krankenhaus in Peschawar.
Arshad Arbab, Keystone

Ein schweres Erdbeben hat in der Nacht auf Samstag die Hindukusch-Region erschüttert. In der pakistanischen Stadt Peshawar seien mehr als 30 Menschen beim Einsturz von Häusern und Mauern verletzt worden, sagte ein Sprecher der örtlichen Einsatzkräfte. In Islamabad wackelten ebenfalls Gebäude, Bewohner wurden aus ihrem Schlaf gerissen und flüchteten ins Freie. Auch in der afghanischen Hauptstadt Kabul war das Beben zu spüren. Tote wurden zunächst nicht gemeldet.

Der pakistanische Behördenvertreter Ghulam Rasool bezifferte die Stärke des Erdbebens, das 59 Sekunden lang gedauert habe, mit 6,9. Die US-Erdbebenwarte USGS meldete 6,2. Auch darüber, wo das Zentrum des Bebens lag, gingen die Angaben auseinander. Laut Rasool lag es in Tadschikistan nahe der Grenze zu Afghanistan, laut USGS auf afghanischer Seite.

Im Freien trotz kaltem Wetter

Zu spüren war das Beben auch im pakistanischen Teil von Kashmir. In Islamabad blieben Bewohner aus Angst vor möglichen Nachbeben trotz des kalten Winterwetters im Freien. Die 18-jährige Sahiba Khan sagte der Nachrichtenagentur AP, sie habe ein Buch gelesen, als die Erde ihr Haus erschütterte. Sie und ihre ganze Familie seien aus dem Haus gestürmt.

Der Leiter der pakistanischen Katastrophenhilfe, Hamid Nawaz, sagte, das ganze Ausmass der Schäden sei noch nicht bekannt. Einige alte Häuser und Mauern seien in Peshawar eingestürzt. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

In Islamabad blieben Bewohner aus Angst vor möglichen Nachbeben trotz des kalten Winterwetters im Freien. Die 18-jährige Sahiba Khan sagte der Nachrichtenagentur AP, sie habe ein Buch gelesen, als die Erde ihr Haus erschütterte. Sie und ihre ganze Familie seien aus dem Haus gestürmt.

Gefährdete Region

Einige Menschen rannten auch in Neu Delhi und anderen Städten im Norden Indiens auf die Strassen. Berichte über Verletzte oder grössere Schäden blieben zunächst aber aus, wie die indische Nachrichtenagentur PTI berichtete.

In der Region am Hindukusch kommt es immer wieder zu schweren Erdbeben. Erst im Oktober waren bei einem der Stärke 7,5 rund 400 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 50 weitere starben, als eine Woche später in Pakistan ein Gebäude einstürzte. 2005 waren bei einem noch stärkeren Erdbeben in Pakistan mehr als 80 000 Menschen ums Leben gekommen.

SDA/bee

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