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Helikopter stürzt in Mexiko ab – 13 Tote

Im Süden Mexikos hat sich am Freitagabend ein Erdbeben der Stärke 7,2 ereignet. Ein Militärhelikopter ist bei einem Flug in das betroffene Gebiet abgestürzt.

roy/kaf
Erschütterungen waren auch in Mexiko Stadt zu spüren: Ein Erdbeben der Stärke 7,2 traf den Süden Mexikos. Video: Tamedia/AFP/Storyful

Beim Absturz eines Militärhelikopters im Erdbebengebiet im Süden von Mexiko sind 13 Menschen ums Leben gekommen. Zwölf Menschen seien an der Unglücksstelle getötet worden, ein weiterer starb im Spital, wie die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaats Oaxaca am Samstag mitteilte. 15 weitere Menschen wurden verletzt.

In dem Helikopter war Innenminister Alfonso Navarrete Prida in die Region gereist, um sich nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,2 ein Bild von der Lage zu machen. Der Pilot verlor kurz vor der Landung die Kontrolle und der Helikopter stürzte auf den letzten Metern ab, wie das Innenministerium mitteilte. Die Opfer warteten offenbar am Boden auf die Ankunft des Ministers, der unverletzt blieb.

Auf dem Weg ins Erdbebengebiet ist ein Militärhelikopter im Süden von Mexiko abgestürzt. (17. Februar 2018)
Auf dem Weg ins Erdbebengebiet ist ein Militärhelikopter im Süden von Mexiko abgestürzt. (17. Februar 2018)
AFP
Der Pilot verlor kurz vor der Landung die Kontrolle und der Helikopter stürzte auf den letzten Metern ab, wie das Innenministerium mitteilte.
Der Pilot verlor kurz vor der Landung die Kontrolle und der Helikopter stürzte auf den letzten Metern ab, wie das Innenministerium mitteilte.
AFP
Das Beben war auch in der Hauptstadt zu spüren.
Das Beben war auch in der Hauptstadt zu spüren.
Sashenka Gutierrez, Keystone
Viele mussten die Gebäude verlassen, als die Erde um 17.39 Uhr zu beben begann.
Viele mussten die Gebäude verlassen, als die Erde um 17.39 Uhr zu beben begann.
Sashenka Gutierrez, Keystone
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Ein schweres Erdbeben hatte den Süden Mexikos erschüttert. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,2 lag knapp zehn Kilometer südlich der Stadt Pinotepa Nacional im Bundesstaat Oaxaca, wie die mexikanische Erdbebenwarte am Freitagabend mitteilte. Die Stärke des Bebens wurde von der US-Erdbebenwarte mit 7,5 angegeben.

Berichte über Opfer oder Schäden liegen nur vereinzelt vor, wie der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, mitteilte. Die Prüfung durch den Katastrophenschutz in den Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas, Michoacán, Puebla und in Mexiko-Stadt dauere aber noch an.

Nahe dem Zentrum in Oaxaca wurden einige Schäden an Gebäuden gemeldet. «Alle Leute sind auf die Strasse gerannt. Es gab Alarm, Panik, Angst», sagte Roxana Hernández in der Stadt Juchitán. Einige Spitäler wurden evakuiert. Die Marine flog Aufklärungsflüge und suchte aus der Luft nach Schäden.

Innerhalb einer knappen Stunde wurden 59 Nachbeben registriert. Das schwerste hatte eine Stärke von 5,9.

Tausende strömten auf die Strassen

Auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt gerieten Gebäude ins Wanken, Anwohner liefen in Panik auf die Strasse, wie AFP-Journalisten berichteten.

Nachdem die Sirene des Erdbebenwarnsystems ertönt war, verliessen zahlreiche Menschen die Gebäude und versammelten sich unter freiem Himmel. Fernsehbilder zeigten Tausende von Menschen auf den Strassen des Stadtzentrums, wo das chinesische Neujahrsfest gefeiert wurde. Helikopter kreisten über der Millionenmetropole, um allfällige Schäden zu orten.

Im September vergangenen Jahres war Mexiko von zwei schweren Erdbeben erschüttert worden. Dabei stürzten zahlreiche Häuser ein, Hunderte Menschen kamen ums Leben.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

(SDA)

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