Zum Hauptinhalt springen

Sechs Bergsteiger im Mont-Blanc-Massiv ums Leben gekommen

An der 3900 Meter hohen Aiguille d'Argentière werden seit gestern Abend sechs Bergsteiger vermisst. Nun hat ein Suchteam die Leichen gefunden.

Sechs Bergsteiger sind bei einem plötzlichen Wetterumschwung am Montblanc ums Leben gekommen. Nach einer stürmischen Nacht mit Schneefall stürzten sie beim Aufstieg ab, wie der Leiter des Bergungsteams, Jean-Baptiste Estachy, mitteilte. Fünf Leichen seien am Morgen geborgen worden, das sechste Opfer sei später in einer Kluft gefunden worden.

Die Bergsteiger waren auf einer zweiwöchigen Tour zum 3900 Meter hohen Aiguille d'Argentière. Sie verschwanden den Angaben zufolge in der Nacht zu Mittwoch, als starker Wind in der Region wehte. Die Suche nach ihnen wurde gestartet, nachdem sie nicht in ihrem geplanten Lager erschienen waren. Bei der Seilschaft handele es sich um fünf erfahrene Bergsteiger und einen Bergführer. Die genaue Ursache des Unglücks werde ermittelt, hiess es.

Keine schwierige Route

«Das ist eine klassische Route, die überhaupt nicht schwierig ist», erklärte der Vizepräsident der Bergführerorganisation SNGM, Christian Trommsdorff, dem Sender France Info. An der Unglücksstelle gebe es zwar eine Steigung von etwa 40 Grad. Kompliziert sei die Strecke aber nicht. Die Tour war von der französischen Sportorganisation Ucpa angeboten worden.

Es war eines der folgenschwersten Unglücke im Mont-Blanc-Massiv der vergangenen Jahre. Im Juli 2012 waren neun Alpinisten am Mont Maudit von einer Lawine erfasst und getötet worden. Vier Jahre zuvor ereilte acht Berggänger am Mont-Blanc du Tacul das gleiche Schicksal. Bei diesen zwei Unglücken waren auch Schweizer unter den Toten.

sda/AP/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch