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Sektenguru «Vatti» ist gestorben

Paul Baumann sass wegen sexuellen Missbrauchs von Mädchen im Gefängnis. Der Führer der Sekte Methernita ist mit 93 Jahren gestorben.

Der kauzige Führer der christlich-fundamentalistischen Sekte Methernita aus Linden im Emmental BE sorgte in den 70er-Jahren für Schlagzeilen. Damals bewegte zum ersten Mal ein Sektenführer die Öffentlichkeit. Nun ist «Vatti», wie seine Anhänger Paul Baumann nannten, im Alter von 93 Jahren gestorben. Er hatte die Sekte vor rund 50 Jahren gegründet und starb als geistiger Führer im Sektenzentrum.

«Vatti» verstand sich wie Uriella als Sprachrohr Gottes und empfing angeblich authentische Botschaften vom Himmel. Der hagere Mann mit dem stechenden Blick und den langen Haaren hatte seine Heilslehre mit magischen Versatzstücken angereichert und herrschte despotisch. Wer im Zentrum mit den rund zwei Dutzend Gebäuden leben wollte, musste sich seinem Regime bedingungslos unterordnen. Dazu gehörten eine asketische Lebensweise, sexuelle Enthaltsamkeit, strenge Kleidervorschriften und der Verzicht auf Alkohol und Tabak. Die Gemeinschaft lebte isoliert, es drangen kaum Informationen nach aussen.

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