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«Sicherheitsanlage fiel komplett aus»

Eine Stellwerkstörung behinderte den Pendlerverkehr im Raum Basel heute den ganzen Vormittag – ungewöhnlich lange. Eine SBB-Sprecherin erklärt, was das Problem war.

Der Bahnhof Basel war den ganzen Vormittag nur beschränkt befahrbar: Die Perrons der Gleise 14–17. (22. April 2014)
Der Bahnhof Basel war den ganzen Vormittag nur beschränkt befahrbar: Die Perrons der Gleise 14–17. (22. April 2014)
Georgios Kefalas, Keystone

Der Betrieb auf dem Bahnhof Muttenz BL ist den ganzen Morgen unterbrochen. Das bekamen die Pendler zu spüren: Bis am Mittag fallen mehrere Intercity- und Interregio-Züge von und nach Basel streckenweise aus. Der direkte Zug von Basel nach Zürich wird umgeleitet und verkehrt mit rund fünf Minuten Verspätung. Auch der IC nach Bern wird umgeleitet und erhält dadurch rund zehn Minuten Verspätung.

Ursache für das Durcheinander war eine Stellwerkstörung, die sich morgens um 5 Uhr in Muttenz ereignete. Stellwerkstörungen kommen täglich vor – doch dass es gleich mehrere Stunden dauert, bis sie behoben sind, ist eher selten, wie SBB-Sprecherin Franziska Frey auf Anfrage bestätigt.

Grund dafür sei, dass es aufgrund einer Baustelle einen Wassereinbruch im Muttenzer Stellwerk gegeben habe. «Die Sicherheitsanlage ist komplett ausgefallen», erklärt sie. Ersatzteile seien nötig gewesen, der Raum habe getrocknet und das Relais ersetzt werden müssen. «Zehn Experten sind vor Ort und reparieren mit Hochdruck», sagt sie. «Wir sind zuversichtlich, dass die Störung bis am Mittag behoben ist.»

Keine Entschädigungen

Heute Morgen sorgte auch auf der Linie Zürich-Olten SO eine Stellwerkstörung zwischen Lenzburg AG und Rupperswil AG vorübergehend für Verspätungen. Und für kurze Zeit war auch der Bahnhof Wil im Kanton St. Gallen nur beschränkt befahrbar – ebenfalls wegen einer Stellwerkstörung. Bereits am Montagmorgen mussten sich die Pendler am Zürcher Hauptbahnhof wegen einer Weichenstörung gedulden.

Eine auffällige Häufung von Stellwerkstörungen in dieser Woche? Die SBB-Sprecherin verneint: «Stellwerkstörungen können so viele verschiedene Ursachen haben, dass man nicht von einer Häufung sprechen kann.» Mit Stellwerkstörung könne ein Staubkorn im Relais, ein Stein in einer Weiche oder ein kaputtes Signal gemeint sein. Gleich bleibe nur, dass es ein Problem mit der Sicherheitsanlage gebe. Pro Tag kommt es auf dem SBB-Netz im Schnitt zu 17 Stellwerkstörungen, wie es im SBB-Blog heisst.

Ist ein Zug durch eigenes Verschulden mehr als eine Stunde verspätet, entschädigen die SBB ihre Kunden: Erst-Klass-Reisende erhalten 15 Franken, Zweit-Klass-Reisende 10 Franken. Im Fall von Basel wurden keine Entschädigungen ausbezahlt, da die Fahrgäste auf andere Züge umgeleitet oder mit Ersatzbussen befördert worden seien, erklärt Frey.

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