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Haftstrafe für Angela Magdici beantragt

Die Aufseherin Angela Magdici, die im Februar den syrischen Häftling Hassan Kiko aus dem Zürcher Gefängnis Limmattal befreite, soll für mehrere Monate in Haft.

Angela Magdici sagte, sie habe die Berufsehre der Aufseher nicht in den Schmutz ziehen wollen. Sie habe ihren Job gerne ausgeübt: die ehemalige Gefängnisaufseherin vor dem Bezirksgericht in Dietikon. (24. Januar 2017)
Angela Magdici sagte, sie habe die Berufsehre der Aufseher nicht in den Schmutz ziehen wollen. Sie habe ihren Job gerne ausgeübt: die ehemalige Gefängnisaufseherin vor dem Bezirksgericht in Dietikon. (24. Januar 2017)
Walter Bieri, Keystone
Die Gefängniswärterin floh zusammen mit dem Häftling Hassan K. Anfang Februar aus dem Gefängnis Limmattal. Am Karfreitag wurden die beiden in Italien verhaftet: In Chiasso übernahmen Schweizer Polizisten Angela M.
Die Gefängniswärterin floh zusammen mit dem Häftling Hassan K. Anfang Februar aus dem Gefängnis Limmattal. Am Karfreitag wurden die beiden in Italien verhaftet: In Chiasso übernahmen Schweizer Polizisten Angela M.
Dominique Meienberg, Keystone
«Unser System sollte verhindern, dass eine Aufseherin einfach mit einem Häftling aus dem Gebäude spazieren kann», sagte Gefängnisdirektor Roland Zurkirchen der «Limmattaler Zeitung». Aber ein System sei «nur so gut wie der, der es manipuliert».
«Unser System sollte verhindern, dass eine Aufseherin einfach mit einem Häftling aus dem Gebäude spazieren kann», sagte Gefängnisdirektor Roland Zurkirchen der «Limmattaler Zeitung». Aber ein System sei «nur so gut wie der, der es manipuliert».
Dominique Meienberg, Keystone
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Die Aufseherin, die sich im Februar mit einem syrischen Häftling aus dem Zürcher Gefängnis Limmattal nach Italien absetzte, soll dafür eine teilbedingte Freiheitsstrafe erhalten. Die Staatsanwaltschaft hat beim Bezirksgericht Dietikon Anklage erhoben.

Die Aufseherin zeigte sich im Strafverfahren geständig, Hassan Kiko zur Flucht verholfen zu haben, teilt zuständige Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis mit. Gegen sie ergeht Anklage wegen Begünstigung und Entweichenlassens eines Gefangenen. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine teilbedingte Freiheitsstrafe von insgesamt 27 Monaten, davon sieben unbedingt.

Kiko hat Magdici angestiftet

Der Verdacht, die Aufseherin habe auch noch weiteren Insassen des Gefängnisses Limmattal zur Flucht verhelfen wollen, konnte im Laufe der Strafuntersuchung nicht erhärtet werden. Hassan Kiko wird vorgeworfen, er habe Magdici zur gemeinsamen Flucht angestiftet. Dafür beantragt die Staatsanwaltschaft eine unbedingte Freiheitsstrafe von sechs Monaten.

Gegen zwei weitere Personen, die in der Tatnacht vor dem Gefängnis auf die beiden Flüchtenden gewartet und ihnen ein Natel und Bargeld für die weitere Flucht übergeben hatten, hat die Staatsanwaltschaft Strafbefehle wegen Begünstigung erlassen. Sie wurden zu bedingten Geldstrafen und Bussen verurteilt.

Das Liebespaar war Anfang Februar aus der Schweiz geflüchtet und konnte später in Italien verhaftet werden.

SDA/nag

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