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Streit bei Breivik-Prozess um Polizeieinsatz auf Utöya

Beim Prozess gegen den Attentäter Anders Behring Breivik hat das Gericht kritische Fragen zum Polizeieinsatz auf der norwegischen Insel Utöya gestoppt.

Brauchten für den Transport sehr lange: Retter bei ihrer Ankunft auf der Insel Utöya. (Archivbild 2011)
Brauchten für den Transport sehr lange: Retter bei ihrer Ankunft auf der Insel Utöya. (Archivbild 2011)
Keystone

Die Gerichtsvorsitzende Wenche Elizabeth Arntzen unterband am Freitag im Osloer Gerichtssaal wiederholt Nachfragen von Anwälten der Hinterbliebenen und Überlebenden des Massakers an Polizisten im Zeugenstand. Sie sollten sich zu den starken Verzögerungen vor der Festnahme Breiviks am 22. Juli vergangenen Jahres äussern.

Der rechtsradikale Islamhasser hatte in etwas mehr als 70 Minuten 69 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers getötet, ehe Angehörige der norwegischen Antiterroreinheit ihn festnehmen konnten. Warum deren Transport vom 40 Kilometer entfernten Oslo auf die Insel durch Pannen massiv verzögert wurde, soll auch eine von der Regierung eingesetzte Kommission untersuchen.

Anwältin gibt nicht auf

Breivik hatte vor seiner Festnahme selbst die Polizei angerufen und die Aufgabe angeboten. Als niemand kam, um ihn festzunehmen, setzte er sein Töten fort. Die Anwältin Mette Yvonne Larsen kündigte nach der von der Richterin unterbrochenen Zeugenbefragung im Sender NRK an, dass sie sich damit «nicht abfinden» werde.

Der 33 Jahre alte Täter hatte vor dem Massaker durch eine Autobombe in Oslo acht Menschen getötet. Er ist geständig, aber nicht reuig.

SDA/heb

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