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Supermodel mit sechs Jahren

Kristina Pimenowa wird geschminkt wie ein Supermodel und lebt wie ein Supermodel – dabei ist sie erst sechs Jahre alt. Experten warnen.

Erfolgreiches Model mit sechs Jahren: Die Russin Kristina Pimenowa. (Bild: Screenshot Instagram/kristinapimenova2005)
Erfolgreiches Model mit sechs Jahren: Die Russin Kristina Pimenowa. (Bild: Screenshot Instagram/kristinapimenova2005)

Über 300'000 Follower auf Instagram, mehr als zwei Millionen Fans auf der offiziellen Facebook-Seite, dazu einen eigenen Youtube-Kanal sowie ein Twitterprofil. Für ein Supermodel wie Kristina Pimenowa sind das keine aussergewöhnlichen Zahlen. Für eine Sechsjährige, und auch das ist Kristina Pimenowa, hingegen sehr. Die Social-Media-Profile betreut ihre Mutter, Kristina soll noch nichts im Internet posten. Auf dem Laufsteg und für die Fotografen darf sie jedoch Vollgas geben.

Kristina arbeitet bereits mit Stardesignern wie Roberto Cavalli oder Benetton zusammen. Organisiert wird alles von Mutter Glikeriya Schirokowa – selber Model. In einer russischen Fernsehsendung erklärte sie, wie alles anfing: In Frankreich, wo die beiden zusammen mit dem Vater, Fussballprofi Ruslan Pimenow, und Kristinas älteren Schwester wohnten, seien immer wieder Leute auf sie zugekommen und hätten ihrer Tochter Komplimente gemacht. «Ist sie ein Model?», hätten die Leute gefragt. Und so habe sie tatsächlich nach einer Agentur für ihre Tochter gesucht.

Der Bericht eines russischen TV-Senders über Kristina Pimenowa. (Quelle: Youtube/Jane Snoow)

Und Kristina ist beliebt. Neben den vielen Fans auf den Social-Media-Plattformen berichten auch immer wieder Blogs und Magazine über die junge Russin. So schrieb etwa das Magazin «Women Daily» vom «schönsten Mädchen der Welt», Kristina habe ein «Engelsgesicht». Ihre Fotos, von denen Mutter Schirokowa auf Kristinas Instagram-Profil mehr als 400 gepostet hat, werden rege kommentiert. Die meisten Rückmeldungen sind erstaunlich positiv, doch hin und wieder weist ein Nutzer darauf hin, dass Kristina möglicherweise etwas jung für einen solchen Lebensstil sei.

Fiona Martin vom Sydney Child Psychology Centre differenziert: Sie sei nicht grundsätzlich gegen Kindermodels, doch die Sexualisierung eines Kindes könne das Selbstbewusstsein und das Bild des eigenen Körpers beeinflussen, sagt sie gegenüber dem Onlinemagazin News.com. «Einige der Bilder sind in Ordnung, andere kommen der Grenze der Sexualisierung sehr nahe.»

Johanna Millward, die Kindermodels rekrutiert, kritisiert Schmuck und Make-up bei Kindern. «Man lässt sie dadurch unnötig älter aussehen.» Kristinas Mutter ist beides egal. Sie ist stolz auf ihre Tochter – und auf die zahlreichen Berichte, wie sie auf einem aktuellen Instagram-Bild demonstriert:

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