Täter und Opfer kannten sich nicht

Nach der Messerattacke in St. Gallen sind erste Ermittlungsergebnisse bekanntgegeben worden: Man geht nicht von einem Beziehungsdelikt aus.

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Am 4. August hatte ein 42-jähriger Mann in der St. Galler Marktgasse einen 22-Jährigen mit dem Messer so schwer verletzt, dass das Opfer fünf Tage später verstarb. Nach den bisherigen Ermittlungen haben sich die beiden Männer nicht gekannt.

Der Täter machte bei seiner Festnahme einen verwirrten Eindruck. Das Opfer konnte nicht mehr befragt werden, bevor es an den schweren Stichverletzungen verstarb. Offen blieb damit die Frage, ob ein Beziehungsstreit der Grund für die Messerattacke gewesen sein könnte.

Noch nicht alle Kommunikationsmittel ausgewertet

In diesem Punkt sind die Ermittlungen einen Schritt weiter: «Wir gehen zurzeit davon aus, dass sich Opfer und Beschuldigter nicht gekannt haben», bestätigte Roman Dobler, Sprecher der St. Galler Staatsanwaltschaft, gegenüber der Nachrichtenagentur sda einen Bericht von «Tagblatt Online» von heute. Allerdings seien noch nicht alle digitalen Kommunikationsmittel ausgewertet worden.

Weitere Aufschlüsse über die inneren Beweggründe, die beim Beschuldigten zur Tat geführt haben, sollen nun mit einem forensisch-psychiatrischen Gutachten weiter abgeklärt werden. Dies werde um die sechs Monate in Anspruch nehmen, erklärte Dobler.

sep/sda

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