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Taifun fordert mehr als 100 Tote

Durch den Taifun «Rammasun» sind auf den Philippinen und in China mehr als hundert Menschen gestorben. Der nächste Sturm ist bereits im Anmarsch.

Der schwerste Sturm in Südchina seit Jahrzehnten: Ein chinesischer Fischer paddelt zu seinem Boot, um es auf Schäden zu überprüfen.
Der schwerste Sturm in Südchina seit Jahrzehnten: Ein chinesischer Fischer paddelt zu seinem Boot, um es auf Schäden zu überprüfen.
Keystone

Die meisten Menschen auf den Philippinen wurden durch herabfallende Äste oder Trümmer erschlagen. Vermisst wurden hauptsächlich Menschen, die trotz Warnungen aufs Meer herausgefahren waren.

Mehr als 110'000 Häuser wurden zerstört. Rund 400'000 Haushalte waren am Sonntag nach Angaben der Energieversorger noch immer ohne Strom. «Rammasun» (Donnergott) hatte die Philippinen vor einigen Tagen erreicht und war später weiter in Richtung Südchina gezogen.

Ein neuer Sturm, der Taifun «Matmo», kündigte sich unterdessen bereits mit schweren Regenfällen an. Es wurde erwartet, dass er am Dienstag die Hauptinsel Luzon erreichen wird.

Schwerster Sturm in China seit Jahrzehnten

Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, «Rammasun», der mit Windgeschwindigkeiten von teilweise mehr als 200 Stundenkilometern aufs Land traf, habe in der Provinz Hainan acht Tote hinterlassen. Anschliessend sei der Wirbelsturm weiter über die Provinzen Guangdong und Guangxi gezogen, wo neun Menschen ums Leben kamen.

Laut dem chinesischen Wetterdienst war es der schwerste Sturm im Süden Chinas seit 1973. Am Samstag wurde die höchste Warnstufe rot ausgerufen. Mehr als 70'000 Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Das Fernsehen zeigte von Trümmern übersäte Strassen und entwurzelte Bäume. Dutzende Flüge und Züge wurden annulliert. In der südwestlichen Provinz Yunnan standen nach Starkregen zahlreiche Strassen unter Wasser. Wie Xinhua weiter meldete, wurde der Sturm am Sonntag herabgestuft. Er flaute demnach ab und gefährdete weniger Ortschaften. Der chinesische Wetterdienst warnte allerdings, dass Ausläufer von «Rammasun» Teile von Nordchina in den kommenden Tagen treffen könnten.

Sturmerprobte Philippinen

Die Philippinen werden jährlich von rund 20 schweren Stürmen heimgesucht, viele davon richten schwere Schäden an. Im vergangenen November war der Taifun «Haiyan» über den Inselstaat hinweggefegt und hatte schwere Verwüstungen angerichtet. Rund 7300 Menschen starben. Es war eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte der Philippinen.

Taifune entstehen vor allem zwischen Juli und November über dem Meer, wenn das Oberflächenwasser eine Temperatur von mindestens 26 Grad Celsius hat und stark verdunstet.

Ein tropischer Wirbelsturm kann einen Durchmesser von einigen hundert Kilometern haben. Typisches Kennzeichen ist das sogenannte Auge, eine windstille Zone von ungefähr 20 Kilometern Durchmesser im Wirbelzentrum.

SDA/ldc

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