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Tomaten gegen Putin

Europas Gemüseproduzenten leiden unter dem russischen Importstopp. Vier niederländische Jungunternehmer liessen als Gegenmassnahme 200'000 Tomaten durch die Luft fliegen.

Für einen guten Zweck: 15 Euro kostete die Teilnahme an der Tomatenschlacht von Amsterdam. (14. September 2014)
Für einen guten Zweck: 15 Euro kostete die Teilnahme an der Tomatenschlacht von Amsterdam. (14. September 2014)
Keystone
1500 Kampflustige tauchten auf: Die Einnahmen sollen Gemüseproduzenten helfen, die unter den russischen Sanktionen leiden.
1500 Kampflustige tauchten auf: Die Einnahmen sollen Gemüseproduzenten helfen, die unter den russischen Sanktionen leiden.
AFP
... die angeblich alle nicht mehr für den Verzehr geeignet waren.
... die angeblich alle nicht mehr für den Verzehr geeignet waren.
Keystone
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Mit einer Tomatenschlacht haben Hunderte Niederländer am Sonntag gegen das russische Importverbot für westliche Agrarerzeugnisse protestiert. Unweit des Königlichen Palastes im Herzen von Amsterdam bewarfen sich 1500 zumeist jüngere Kampflustige mit insgesamt rund 200'000 Tomaten.

Der zentrale Platz De Dam und die Teilnehmer waren innerhalb weniger Minuten mit roter Brühe beschmiert. Für den «Protestierspass» hatte jeder Teilnehmer 15 Euro gezahlt. Der Erlös kommt Gemüseproduzenten zugute, die unter dem von Russland verhängten Importstopp leiden. Damit hatte der Kreml Anfang August auf Sanktionen der Europäischen Union wegen des russischen Vorgehens gegen die Ukraine reagiert.

Nur ungeniessbare Tomaten

Zu der Aktion hatten vier Amsterdamer Jungunternehmer aufgerufen. Sie liessen sich nach eigenen Angaben vom vermutlich grössten Tomatengefecht der Welt inspirieren, das alljährlich mit weit mehr Teilnehmern in der ostspanischen Kleinstadt Buñol stattfindet.

Allerdings habe man in Amsterdam nur Tomaten benutzt, die nicht mehr zum Verzehr geeignet waren, erklärten die Veranstalter. Zudem sollen die Überbleibsel der Schlacht zu Biogas verarbeitet werden.

SDA/ldc

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