Zum Hauptinhalt springen

Tornado-Serie zerstört zwei US-amerikanische Kleinstädte

Verheerende Unwetter haben in den USA mindestens 37 Tote gefordert. Innerhalb von 24 Stunden fegten rund 85 Tornados übers Land. Eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Mitten im Schutt ein Auto:Tornados fegten über ganze Landstriche hinweg.
Mitten im Schutt ein Auto:Tornados fegten über ganze Landstriche hinweg.
Keystone
Alles zerstört: Zwei von Trümmern umgebene Nachbarinnen umarmen sich verzweifelt.
Alles zerstört: Zwei von Trümmern umgebene Nachbarinnen umarmen sich verzweifelt.
Keystone
Mit voller Wucht: Eingeknickte Strommasten zeugen von der Zerstörungskraft der Tornados.
Mit voller Wucht: Eingeknickte Strommasten zeugen von der Zerstörungskraft der Tornados.
Keystone
1 / 6

Eine Serie von über 85 Tornados hat am Freitag in den USA grosse Schäden angerichtet. Die Unwetterfront reichte von der Golfküste bis zu den Grossen Seen. Dabei kamen mindestens 37 Menschen ums Leben.

Allein im Bundesstaat Indiana kamen Berichten zufolge 15 Menschen ums Leben, in Kentucky mindestens 19. Die Behörden befürchteten weitere Opfer. Die Suche nach einer unbekannten Anzahl von Vermissten konnte erst bei Tagesanbruch wieder aufgenommen werden.

Einsatzkräfte hatten zudem Schwierigkeiten, in einige der betroffenen Gebiete vorzudringen. «Es gibt keinen Strom, keine Telefonverbindungen, Strassen sind blockiert, und jetzt ist es dunkel», sagte ein Sprecher der Rettungskräfte in Kentucky.

Marysville komplett zerstört

Im Süden von Indiana wurden die beiden Ortschaften Marysville und Henrysville mit jeweils rund 2000 Einwohnern besonders schwer von den Stürmen getroffen. «Marysville ist komplett zerstört», sagte ein Polizeisprecher.

Im Nachbarort Henryville gab es ebenfalls extreme Sturmschäden. In der örtlichen Schule hatten die Schüler noch in ihren Klassen gesessen, als der Sturm über den Ort hereinbrach. Alle hätten überlebt, nur einige seien leicht verletzt worden, teilte das Büro des örtlichen Sheriffs mit. In der Stadt habe es schwere Schäden gegeben.

Notstand in Kentucky

Das Rote Kreuz öffnete allein in Indiana drei Notunterkünfte. Der Gouverneur des US-Bundesstaats, Mitch Daniels, sagte US-Medien zufolge, erst heute sei eine abschliessende Bestandsaufnahme möglich. Im benachbarten Kentucky rief Gouverneur Steve Beshear den landesweiten Notstand aus.

Die Unwetterfront habe sich bis in die Südstaaten Alabama, Kentucky und Tennessee erstreckt. Eine über einen Kilometer lange Schneise der Verwüstung hätten die Wirbelstürme bei Chattanooga im Bundesstaat Tennessee geschlagen. Dutzende Häuser seien zerstört worden.

Hochsicherheitsgefängnis beschädigt

Auch in den US-Staaten Ohio und Virginia wurden Dutzende Häuser beschädigt. Tausende Schulkinder in etlichen Staaten wurden vorsorglich nach Hause geschickt. Auch mehrere Universitäten waren geschlossen.

Offenbar ebenfalls durch einen Tornado wurde das Dach eines Hochsicherheitsgefängnisses in der Nähe von Huntsville in Texas beschädigt. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

Den Behörden zufolge entkam keiner der etwa 2100 Insassen. Das Dach über zwei grossen Schlafsälen mit jeweils etwa 250 Insassen sei allerdings beschädigt worden, hiess es.

«Gewaltiger Ausbruch»

Der Nationale Wetterdienst registrierte Tornados in den sieben Bundesstaaten Indiana, Alabama, Tennessee, Illinois, Kentucky, Ohio und Missouri. Der Wetterdienst sprach von einem «gewaltigen Ausbruch» von Tornados und warnte, die Lage sei «extrem gefährlich».

Erst am Mittwoch waren durch eine Tornadoserie im Mittleren Westen der USA mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt. Auf einer Strecke von Nebraska nach Kentucky zerlegten die Stürme Häuser, rissen Bäume aus und fegten Autos von den Strassen.

SDA/wid/rbi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch