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Touristen in Äthiopien getötet

Im Norden Äthiopiens ist eine Gruppe von Touristen überfallen worden. Dabei sind fünf Menschen getötet und zwei verletzt worden. Laut den Behörden haben die Rebellen aus Eritrea zudem vier Personen entführt.

Touristen aus Deutschland, Belgien, Österreich, Italien und Ungarn sind nach offiziellen Angaben unter den Opfern eines Überfalls in Äthiopien. Fünf Touristen wurden erschossen und zwei weitere verletzt, wie Kommunikationsminister Bereket Simon heute in Addis Abeba sagte.

Allerdings sei nicht klar, woher die Todesopfer stammten. Die Rebellen, die von Eritrea ausgebildet und mit Waffen versorgt worden seien, hätten vier Menschen entführt, darunter zwei Ausländer.

Das staatliche äthiopische Fernsehen hatte gestern berichtet, die betroffene Gruppe habe acht Urlauber umfasst. Die Äusserungen Berekets von heute deuteten aber darauf hin, dass die Gruppe grösser war. Sie sei gestern früh um 5 Uhr in einem Gebiet in 20 bis 25 Kilometern Entfernung von der eritreischen Grenze überfallen worden. Zuvor hatte es geheissen, der Angriff habe sich bereits am Montag ereignet. Die Touristen waren in der Vulkanregion Afar im Norden Äthiopiens unterwegs.

Eritrea weist Vorwürfe zurück

Der eritreische Botschafter bei der Afrikanischen Union, Girma Asmerom, bezeichnete die Vorwürfe aus Äthiopien als erfunden und als «absolute Lüge». Der Überfall sei eine interne äthiopische Angelegenheit.

Der österreichische Aussenamtssprecher Peter Launsky-Tiefenthal erklärte am Dienstagabend, möglicherweise seien zwei Gruppen mit insgesamt bis zu 22 Personen überfallen worden. Diese Zahlen seien aber nicht bestätigt. Das Problem sei, dass es in der Region keine Infrastruktur gebe und auch Satellitentelefone kaum funktionierten.

dapd/ami

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