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Tränengas-Lippenstifte in der Schweiz entdeckt

So etwas haben die Schweizer Zöllner noch nie gesehen: Am Flughafen Genf gingen den Beamten 201 Feuerzeuge und 234 Lippenstifthüllen ins Netz – gefüllt mit Tränengas.

bru
Tränengas fällt in der Schweiz unter das Waffengesetz: Die beschlagnahmten Feuerzeuge in Genf.
Tränengas fällt in der Schweiz unter das Waffengesetz: Die beschlagnahmten Feuerzeuge in Genf.
Schweizer Zollbehörden
Es ist das erste Mal, dass am Genfer Zoll Tränengas in Lippenstifthüllen gefunden worden ist.
Es ist das erste Mal, dass am Genfer Zoll Tränengas in Lippenstifthüllen gefunden worden ist.
Schweizer Zollbehörden
Wurden von einer Schweizer Import-Export-Firma bestellt: Die beschlagnahmten Feuerzeuge.
Wurden von einer Schweizer Import-Export-Firma bestellt: Die beschlagnahmten Feuerzeuge.
Schweizer Zollbehörden
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Am Flughafen Genf haben die Zollbeamten Mitte September ein Paket beschlagnahmt, das 201 Feuerzeuge und 234 Lippenstifthüllen gefüllt mit Tränengas enthielt. Das Paket kam aus China und war für den Schweizer Markt bestimmt.

Noch nie habe man in der Schweiz Tränengas in Lippenstifthüllen beschlagnahmt, sagte Michel Bachar von den Schweizer Zollbehörden, vor den Medien. Die Ware sei in China von einer Schweizer Import-Export-Firma bestellt worden. Diese war als «elektronische Apparate» deklariert gewesen, sagte Bachar weiter.

Auf dem besagten Paket stand lediglich «Security defender» geschrieben. Erklärungen auf Chinesisch befanden sich auf der Rückseite der Verpackung. Das in den Feuerzeugen und Lippenstiften importierte Tränengas entpuppte sich als äusserst aggressiv. Mitarbeiter des Zolls hatten es an sich getestet. Nun wird es im Labor genauer untersucht. Für Menschen mit Allergien oder Lungenproblemen kann Tränengas äusserst gefährlich sein.

Gegen Schweizer Firma läuft Untersuchung

Gegen das Import-Export-Unternehmen wird nun wegen Verstosses gegen das Waffengesetz ermittelt. Wie die Firma heisst, wollten die Behörden nicht sagen. Nur so viel: Das Unternehmen ist nicht im Kanton Genf ansässig.

Im weiteren müssen die Behörden nun ermitteln, an wen das Unternehmen die Feuerzeuge und Lippenstifte verkaufen wollte. Ausserdem muss abgeklärt werden, ob schon früher solche Pakete mit Tränengas importiert wurden.

Anders als etwa in Frankreich, wo Tränengas frei verkauft werden kann, fällt dieses in der Schweiz unter das Waffengesetz. «Wer Tränengas importieren will, braucht daher eine offizielle Erlaubnis», sagte Bernard Bersier von der Genfer Kantonspolizei. Und wer in der Schweiz mit Tränengas gefüllte Feuerzeuge oder Lippenstifte kauft, wird mit 300 Franken gebüsst.

(SDA)

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