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Tragödie in russischem Bergwerk

Zwei Explosionen in einer sibirischen Kohlemine haben zahlreiche Todesopfer gefordert. Die Rettungsaktion dauert an.

Bei zwei Explosionen in einer sibirischen Kohlemine sind mindestens zwölf Bergwerksarbeiter getötet worden. Das meldete die Nachrichtenagentur Itar-Tass unter Berufung auf den Eigentümer. Die Zahl der Opfer könnte weiter steigen, 64 Minenarbeiter und 20 Retter befänden sich noch unter Tage, teilten die Behörden am Sonntagmorgen mit. 41 Arbeiter seien verletzt worden.

Die Bergung wurde unterbrochen, nachdem eine zweite Detonation den Abluftschacht beschädigte und Rauch sowie Gas in die Mine strömten. «Durch weitere Rettungsversuche würden Menschen in den Tod geschickt», zitierte Itar-Tass den Gouverneur der Region, Aman Tuleyev. Die Agentur meldete unter Berufung auf die Eigentümer, der Kontakt zu den Rettungskräften sei abgebrochen.

Zum Zeitpunkt der ersten Explosion in der nach Betreiberangaben grössten russischen Tiefbaugrube hatten sich über 350 Arbeiter in der Kohlegrube aufgehalten. Die meisten konnten sich ans Tageslicht retten.

Gefährliche Gruben

Kremlchef Dmitri Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin wiesen die zuständigen Behörden an, alles für die Rettung der Bergleute zu tun. In Russland kommt es wegen schlechter Sicherheitsvorkehrungen und teilweise korrupter Kontrollbehörden immer wieder zu schweren Grubenunglücken.

Das Unglück ereignete sich kurz vor Mitternacht in der sibirischen Stadt Meschduretschensk in der Region Kemerowo. Diese liegt im berühmten Kusnezker Kohlenbecken - kurz: Kusbass. Die Kohle wird an Betriebe in Russland, der Ukraine und Asien geliefert.

Nicht das erste Mal

In der Region war es zuletzt 2007 zu zwei schweren Bergwerksunglücken gekommen. Im März 2007 starben in einem Nachbarschacht von Nowokusnezk 110 Arbeiter - es war das schwerste Grubenunglück seit Jahrzehnten.

SDA/jak

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