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Tropische Verhältnisse zu später Stunde

Für knapp eine Woche hat sich der Sommer vergangene Woche zurückgemeldet. Er verabschiedete sich mit einer heissen Nacht in den Föhntälern. Nun sind im ganzen Land Niederschläge zu erwarten.

Konzertbesucher in der ganzen Schweiz profitierten von den heissen Temperaturen: Wie hier am Gurten-Festival. (19. Juli 2014)
Konzertbesucher in der ganzen Schweiz profitierten von den heissen Temperaturen: Wie hier am Gurten-Festival. (19. Juli 2014)
Keystone

Für knapp eine Woche hat sich der Sommer vergangene Woche zurückgemeldet. Er verabschiedete sich am Sonntag mit einer heissen Nacht in den Föhntälern. Die höchsten Temperaturen wurden in Schattdorf UR mit 26,5 Grad gemessen, wie Meteonews meldete. Heiss war die Nacht mit 25,4 Grad auch in Buchs SG im Rheintal und in Altdorf UR mit 24,4 Grad. Aber auch in anderen Alpentälern sanken die Temperaturen nicht unter 20 Grad. Ist das der Fall, sprechen Meteorologen von einer Tropennacht.

Die warme Nacht folgte auf einen vor allem im Osten der Schweiz aussergewöhnlich heissen Tag. In Bad Ragaz SG war es am Samstag 34,9 Grad heiss und in Chur mit 34,7 Grad nur wenig kühler. Über 34 Grad wurden auch in Zürich-Oerlikon gemessen, in Basel-Binningen BL über 33 Grad.

Selbst in Lagen über 1000 Metern Höhe wurde es über 30 Grad warm, etwa an der Lenk im Berner Oberland und in Filisur GR. Im auf rund 1500 Metern liegenden Walliser Ferienort Crans-Montana VS kletterte das Quecksilber am Samstag auf 25,6 Grad; in Zermatt VS war es ebenfalls wärmer als 25 Grad. Die Nullgradgrenze kletterte auf 4300 Meter über Meer.

Grosser Andrang auf Nord-Süd-Achse

Am Gotthard standen die Ferienreisenden bei bis zu 28 Grad im Stau. Dieser dauerte mehr als 26 Stunden, wie Viasuisse mitteilte. Bereits am Freitagabend hatte die Blechlawine eine Länge von 8 Kilometern erreicht. Der Stau hielt sich in der Nacht auf gestern hartnäckig auf einer Länge von 3 bis 4 Kilometern.

Am frühen Samstagmorgen betrug die Staulänge 15 Kilometer. Reisende mussten vor der Fahrt durch den längsten Strassentunnel der Schweiz fast drei Stunden im Stau ausharren. Am Samstagmittag war die Kolonne im Urnerland, zwischen Erstfeld und Göschenen, auf etwa 10 Kilometer geschrumpft.

Gegen Abend war der Stau Richtung Süden noch zwei Kilometer lang. Dafür standen die Autos nun in der Gegenrichtung, zwischen Quinto und Airolo im Kanton Tessin, auf einer Länge von 4 Kilometern Stossstange an Stossstange. Auch am Sonntag staute sich der Verkehr beidseitig des grössten Nadelöhrs der Schweizer Strassen.

Grund für den grossen Andrang seit Freitagmorgen ist laut Viasuisse der Ferienbeginn in mehreren deutschen Bundesländern sowie in dicht besiedelten Regionen der Niederlande aber auch der Rückreiseverkehr in die Schweiz.

Jähes Ende

Die kurze Sommerwoche wurde am Sonntag jäh von einer Kaltfront unterbrochen. Das Quecksilber fiel verbreitet um 10 Grad. Vor allem in der Romandie und im Mittelland kletterten die Temperaturen nur knapp über die 20-Grad-Marke. Dagegen wurden in den Föhntälern laut MeteoSchweiz Temperaturen bis 30 Grad gemessen.

Im Verlauf des Tages fielen verbreitet Niederschläge. Betroffen waren besonders die westlichen Landesteile, aber auch im Mittelland und auf der Alpensüdseite gab es kurze und heftige Schauer und Gewitter. Für den Abend sind in der ganzen Schweiz weitere Niederschläge zu erwarten.

Der private Wetterdienst Meteocentrale.ch gab zudem am späteren Sonntagabend für die Regionen Aarau und Basel eine Unwetterwarnung der Stufe Rot heraus, wie der Wetterdienst am Sonntagabend mitteilte. Auf der Webseite naturgefahren.ch, dem Naturgefahrenportal der Schweizerischen Eidgenossenschaft, wurde in diesen Gebieten ein Unwetter der Stufe 3 auf einer Skala von 1 bis 5 erwartet, wie der Webseite am Sonntagabend zu entnehmen war.

SDA/ldc

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