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Überreste von 9/11-Opfern ins Museum gebracht

Tausende Überreste nicht identifizierter Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 sind in New York zum Ground Zero gebracht worden. Viele Hinterbliebene sind gegen die Aufbewahrung im Museum.

«Ein heiliger Ort der Heilung und der Hoffnung»: Barack Obama an der Eröffnung des 9/11-Museums in New York. (15. Mai 2014)
«Ein heiliger Ort der Heilung und der Hoffnung»: Barack Obama an der Eröffnung des 9/11-Museums in New York. (15. Mai 2014)
Keystone
Besuchte das Museum gemeinsam mit seiner Frau Michelle: Barack Obama.
Besuchte das Museum gemeinsam mit seiner Frau Michelle: Barack Obama.
Reuters
Einstürzender Stadtteil: Ein Bild zeigt den Moment, als die Twin Towers wie Kartenhäuser zusammensacken.
Einstürzender Stadtteil: Ein Bild zeigt den Moment, als die Twin Towers wie Kartenhäuser zusammensacken.
AFP
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Tausende Überreste nicht identifizierter Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 sind in New York ins Museum gebracht worden. Rund 15 Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Hafenbehörde überführten die in US-Flaggen gehüllten Metallsärge von der Gerichtsmedizin in das neue Museum zum Gedenken an 9/11.

Es befindet sich am Ground Zero im Süden Manhattans, wo das bei den Anschlägen zerstörte World Trade Center gestanden hatte. Eine Gedenkfeier gab es nicht. Nur Angehörige der Opfer konnten an der schlichten Zeremonie teilnehmen.

1115 Opfer konnten nicht identifiziert werden

Anhänger des Terrornetzwerks al-Qaida hatten am 11. September 2001 zwei Passagierflugzeuge in die Türme des World Trade Centers gelenkt und diese zum Einsturz gebracht. Ein weiteres Flugzeug rammte das Pentagon in Washington, während ein viertes in Pennsylvania auf einem Feld abstürzte.

Bei den Anschlägen starben fast 3000 Menschen, davon 2753 in New York. 1115 von ihnen konnten bislang nicht identifiziert werden.

Nach den Anschlägen wurden insgesamt fast 22'000 winzige Überreste der Opfer aus den Trümmern der Zwillingstürme geborgen. 7930 Leichenteile konnten jedoch keiner der DNA-Proben zugeordnet werden, die Angehörige den Behörden gegeben hatten.

Viele Hinterbliebene sind gegen die Aufbewahrung der Leichenteile im Museum. Rosaleen Tallon, die Schwester eines Feuerwehrmanns, sagt, für sie seien die sterblichen Überreste «heilig, ob identifiziert oder nicht». Sie finde es «sehr schwierig», ihren Kindern zu erklären, dass sie nun im Museum seien.

Die Angehörigen fordern dort zumindest einen «gesonderten Ort», wie die Vize-Präsidentin der Hinterbliebenenvereinigung, Sally Regenhard, sagt. «Es ist genügend Platz».

Eröffnung am 21. Mai

Das neue Museum liegt inmitten der Gedenkstätte am Ground Zero. Die Ausstellungsräume befinden sich auf einer Fläche von mehr als 10'000 Quadratmetern auf sieben Etagen unter der Erde.

Am 21. Mai soll das Museum für Besucher geöffnet werden. Fünf Tage vorher öffnet es schon für die Hinterbliebenen der Opfer und Überlebende. Auch Rettungskräfte, die nach dem Anschlag am Ground Zero im Einsatz waren, und Menschen, die im World Trade Center arbeiteten, dürfen das Museum vorab besuchen.

SDA/mw

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