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Ueli Steck verliert zwei Kollegen bei Rekordversuch

Der Schweizer Extrembergsteiger musste mitansehen, wie seine Kollegen von einer Lawine erfasst wurden.

Der Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck schloss sich spontan der Expedition um Benedikt Böhm und den später tödlich verunglückten Sebastian Haag an.
Der Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck schloss sich spontan der Expedition um Benedikt Böhm und den später tödlich verunglückten Sebastian Haag an.
Nicola Pitaro
Starb in einer Lawine am vierzehnthöchsten Berg der Welt: Der bayrische Bergsteiger Sebastian Haag.
Starb in einer Lawine am vierzehnthöchsten Berg der Welt: Der bayrische Bergsteiger Sebastian Haag.
Elias Lefas/Dynafit
Starb beim Ausüben seiner Leidenschaft: Der bayrische Bergsteiger Sebastian Haag.
Starb beim Ausüben seiner Leidenschaft: Der bayrische Bergsteiger Sebastian Haag.
Webseite: Sebastian Haag
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Bei einem Rekordversuch im Himalaya sind zwei Bergsteiger von einer Lawine getötet worden. Das Unglück ereignete sich am Mittwochmorgen (Ortszeit) bei der Expedition am Achttausender Shisha Pangma. Die Verschütteten, der 35-jährige Deutsche Sebastian Haag und der Italiener Andrea Zambaldi, wurden nicht gefunden.

«Unser tiefes Mitgefühl gilt den Familien und Freunden der verstorbenen Teammitglieder», teilte eine Sprecherin des Projekts mit. Ein weiterer Bergsteiger, Martin Maier, wurde beim Unglück von der Lawine erfasst, konnte aber gerettet werden.

Letzte Aufnahmen von Haag und Zambaldi: Ein erster Versuch, den Gipfel zu besteigen, wurde abgebrochen. (Publiziert: 19. September 2014)

Maier sei bei Bewusstsein, aber man wisse noch nichts Genaues über dessen Zustand, sagte die Sprecherin. Die Lawine sei etwa 100 Meter unter dem Gipfel abgegangen. Die Opfer seien etwa 600 Höhenmeter über steile Gletscher nach unten gerissen worden.

Teil der fünfköpfigen Gruppe war auch der Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck. Ihm sei beim Lawinenniedergang nichts passiert, sagte dessen Bruder Bruno Steck gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Schlechtes Wetter am ersten Gipfel

Die insgesamt fünf Bergsteiger wollten eigentlich innerhalb einer Woche zwei Achttausender besteigen und die 170 Kilometer zwischen den Bergen mit dem Mountainbike zurücklegen. Das Team hatte in den Tagen zuvor schon einen Versuch gestartet, den Shisha Pangma zu erklimmen. Dies scheiterte doch an den Schnee- und Wetterverhältnissen. Die Lawinengefahr war zu gross.

Die Überlebenden Benedikt Böhm und Ueli Steck hätten das Basecamp um Hilfe gebeten, hiess es in einer Mitteilung. Über vier Stunden lang hätten sie versucht, von verschiedenen Seiten in die Lawinenzone zu gelangen. Aber sie mussten aufgeben, da der Zustieg nicht möglich gewesen sei.

Erfahrene Alpinisten

Die beiden Bayern Böhm und Haag waren jahrelang gemeinsam unterwegs und sorgten immer wieder für herausragende alpinistische Leistungen. Steck feierte 2011 an der Südwestwand der Shisha Pangma mit einer Solobegehung einen seiner wichtigsten Erfolge.

Trailer Dokumentation «Freundschaft auf Zeit». (Quelle: DYNAFITspeedup/Youtube)

Nun mussten sie beide aus nächster Nähe miterleben, wie ihre Freunde zu Tode kamen. Steck ist mit seiner Frau Nicole am Shisha Pangma, geplant war, dass sie beide den Gipfel besteigen. Bei der geplanten Speedbegehung war Nicole Steck laut Internetmitteilung nicht dabei. Das Team um Böhm wollte mit der Besteigung von zwei Achttausendern innert weniger Tage – beide in unter 24 Stunden – einen Weltrekord aufstellen.

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