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US-Diplomaten erhalten Eiswasser-Verbot

Eine kalte Dusche für den guten Zweck: Das US-Aussenministerium verbietet Diplomaten eine Teilnahme an der Spendenaktion gegen die Nervenkrankheit ALS – aus «ethischen» Gründen.

Bei der Eiswasser-Kübel-Spendenaktion gegen die Nervenkrankheit ALS machen immer mehr Prominente wie jüngst Ex-US-Präsident George W. Bush mit - doch für US-Botschafter und andere hochkarätige Diplomaten ist der über dem Kopf ausgeschüttete Eimer Wasser tabu. Dies geht aus einer offiziellen Anweisung hervor, die der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag vorlag.

Darin fordern die Anwälte des US-Aussenministeriums die diplomatischen Vertretungen auf, der «Ice Bucket Challenge» nicht zu folgen. Der Grund: Die Spendenaktion laufe gegen «ethische Regeln» des Staates. So dürften öffentliche Ämter nicht für private Zwecke genutzt werden, «egal, wie ehrenwert die Sache» sei.

Zudem könne der Verdacht aufkommen, dass einzelne Wohltätigkeitsorganisationen bevorzugt würden, wenn Beamte zwischen verschiedenen auswählen müssten. Zugleich wünschten die Autoren der Depesche dem ALS-Verband für seine Spendenaktion und für den Kampf gegen die Krankheit viel Glück.

Die Eiswasser-Aktion brachte bislang mehr als 40 Millionen Dollar an Spendengeldern ein. Immer mehr Prominente aus allen Sparten beteiligen sich daran und stellen die Videos mit der «kalten Dusche» anschliessend ins Internet.

Vor dem «Nein» der Staatsjuristen hatte auch mindestens ein hochrangiger US-Diplomat - der US-Botschafter in Israel, Daniel Shapiro - daran teilgenommen. Die UN-Botschafterin Samantha Power stand den Angaben zufolge ebenfalls kurz davor - doch dann ereilte sie die Depesche.

SDA/mrs

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