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US-Häftling wird zum zweiten Mal hingerichtet

Weil man keine Vene für die Todesspritze fand, wurde die Exekution eines verurteilten Mörders nach zwei Stunden abgebrochen. Trotz Protesten soll sie wiederholt werden.

Der Oberste Gerichtshof der USA hat den Berufungsantrag eines zum Tode verurteilten Häftlings zurückgewiesen, dessen qualvolle Hinrichtung im Jahr 2009 nach zwei Stunden abgebrochen worden war. Der Supreme Court entschied am Montag, den Fall von Romell Broom nicht aufzunehmen. Damit bestätigte er ein Urteil des Obersten Gerichtshofs des US-Bundesstaats Ohio vom März.

Broom war wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer Jugendlichen im Jahr 1984 zum Tode verurteilt worden. Ein erster Versuch, die Strafe zu vollstrecken, war im September 2009 nach zwei Stunden abgebrochen worden, weil bei Broom keine Vene für die Injektion des tödlichen Gifts gefunden werden konnte. Das Gesetz schreibt vor, dass Hinrichtungen in Ohio «schnell und schmerzfrei» erfolgen müssen.

Keine mehrfache Bestrafung

Seitdem kämpfen die Verteidiger des heute 60-Jährigen dafür, dass ihm ein zweiter Versuch der Hinrichtung wegen der erlittenen psychischen und körperlichen Qualen erspart bleibt. Sie argumentierten ausserdem mit dem Grundsatz, dass niemand für dieselben Vorwürfe mehrfach bestraft werden dürfe.

AFP/chi

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