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Vater muss nach Familiendrama lebenslänglich ins Zuchthaus

Ein 47-jähriger Portugiese hat im jurassischen Pruntrut seinem Sohn die Kehle durchgeschnitten und seine Partnerin misshandelt. Das Urteil des Gerichts nahm er regungslos zur Kenntnis.

Ein Vater, der 2008 in Pruntrut JU seinen sechsjährigen Sohn getötet hat, muss lebenslänglich hinter Gitter. Das jurassische Strafgericht befand den 47-jährigen Portugiesen für schuldig. Er hatte seinem Sohn mit einem Messer die Kehle durchgeschnitten.

Das Gericht verurteilte den Mann überdies wegen Vergewaltigung, einfacher Körperverletzung, Beleidigung und Drohung gegenüber seiner Ex-Partnerin. Das Gericht begründete das hohe Strafmass mit der Skrupellosigkeit des Mannes, der kaltblütig vorgegangen sei: Es handle sich nicht um vorsätzliche Tötung sondern um Mord.

Langer Beziehungsstreit

Der Mann habe sich an seiner Ex rächen wollen, indem er ihr den Sohn nahm, sagte der Gerichtspräsident bei der Urteilsverkündung. Das Gericht habe keine mildernden Umstände erkennen können. «Primärer Egoismus» sei Motiv für die abscheuliche Tat gewesen. Der Verurteilte nahm das Urteil ohne erkennbare Regung entgegen.

Das Drama war der blutige Schlusspunkt eines langen Beziehungsstreits: Im Morgengrauen des 20. Juni 2008 brach der Mann in die Wohnung seiner ehemaligen Partnerin ein, von der er getrennt lebte. Nachdem er seinen Sohn getötet hatte, wollte er auch die Mutter des Kindes töten.

Frau rettete sich mit Sprung aus dem Fenster

Die Frau – sie stammt ebenfalls aus Portugal – konnte sich vor ihm retten, indem sie aus einem Fenster sprang. Ein Passant hörte ihre verzweifelten Hilferufe und alarmierte die Polizei. Diese fand dann den toten Knaben in der Wohnung. Der Vater lag daneben: Er hatte sich das Leben nehmen wollen.

Vor Gericht beteuerte er, er habe niemandem etwas antun wollen; er könne das Geschehene selber nicht verstehen. Er sprach davon, in Panik geraten zu sein, als die Frau flüchtete. An die Tatumstände mochte er sich indes nicht mehr erinnern. Seine ehemalige Partnerin hatte ihn jedoch bereits zuvor mehrmals wegen Drohung und Belästigung angezeigt.

(SDA)

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