Venedig verschiebt Pläne zum Eintrittsgeld für Tagestouristen

Touristen sollen für die Lagunenstadt Eintritt bezahlen. Diese braucht noch mehr Zeit für die technische Umsetzung.

Kämpft gegen Übertourismus: Blick auf Venedig mit den Alpen im Hintergrund. (6. Mai 2019) Bild: Andrea Merola/EPA/Keystone

Kämpft gegen Übertourismus: Blick auf Venedig mit den Alpen im Hintergrund. (6. Mai 2019) Bild: Andrea Merola/EPA/Keystone

Venedig verschiebt vorerst die ursprünglich für Anfang Mai und dann für September geplante Einführung eines Eintrittsgelds für Tagestouristen. Die Gemeinde will sich mehr Zeit zur Prüfung der technischen Aspekte in Zusammenhang mit dem Eintrittsgeld nehmen.

Das verlautete aus dem Gemeinderat am Montag. Die Einführung des Eintrittsgelds war bereits von Mai auf Ende September verschoben worden. Jetzt will sich die Gemeinde noch mehr Zeit nehmen, um zu prüfen, wie die Steuer eingetrieben werde soll.

Bis zum 31. Dezember hätte der Beitrag laut ursprünglichen Plänen drei Euro pro Person betragen sollen. Ab dem kommenden Jahr plante die Gemeinde einen Beitrag von sechs, acht oder zehn Euro zu verlangen – je nachdem, ob es sich um einen Feiertag oder einen Tag in der Hochsaison handelt. Die Pläne werden jetzt noch geprüft.

Auf diese Weise möchte die Stadt ihre Besucherströme besser regeln. Zu Spitzenzeiten sind bis zu 130'000 Touristen täglich in Venedig unterwegs. Die Einheimischen betrachten diese Entwicklung mit wachsender Sorge.

oli/sda

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