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Verdächtiger nach Amoklauf in den USA tot aufgefunden

Ein 35-jähriger ehemaliger Marineinfanterist soll bei einem Rachefeldzug mehrere Familienmitglieder umgebracht haben. Nun hat die Polizei seine Leiche gefunden.

Suche beendet: Ein Polizist sperrt ein Stück Wald in Pennsburg, Philadelphia, ab. (16. Dezember 2014)
Suche beendet: Ein Polizist sperrt ein Stück Wald in Pennsburg, Philadelphia, ab. (16. Dezember 2014)
Keystone

Nach einem Amoklauf mit sechs Toten im US-Staat Pennsylvania ist der mutmassliche Täter tot aufgefunden worden. Die Polizei habe die Leiche des früheren US-Soldaten in der Nähe seines Hauses entdeckt, sagte Staatsanwältin Risa Vetri Ferman. Der mutmassliche Täter sei an Schnittwunden gestorben, die er sich selbst in der Mitte seines Körpers zugefügt habe. Der 35-Jährige soll am frühen Montagmorgen seine Ex-Frau und fünf ihrer Verwandten getötet haben.

Mit seiner zwei Jahre jüngeren Frau hatte der Mann seit der Scheidung 2009 einen erbitterten Rechtsstreit über das Sorgerecht für die beiden Töchter geführt. Die Polizei entdeckte nach ihr in zwei weiteren Häusern auch die Leichen ihrer Mutter, ihrer Grossmutter, ihrer Schwester, ihres Schwagers und ihrer 14-jährigen Nichte. Ein 17-jähriger Neffe wurde am Kopf schwer verletzt und im Krankenhaus behandelt.

Haus stundenlang umstellt

Aus dem Haus seiner Exfrau nahm der Irak-Veteran nach Angaben der Ermittler auch die beiden Töchter mit. Sie wurden später aber sicher bei einem Nachbarn des Mannes gefunden. Das Haus des 35-Jährigen in Pennsburg war am Montag stundenlang von der Polizei umstellt worden. Durch ein Megafon wurde er aufgefordert, sich zu ergeben. Doch schliesslich musste die Polizei eingestehen, dass er sich gar nicht mehr in dem Haus befunden habe.

Während der Grossfahndung der Polizei, die bis zum Dienstag andauerte, blieben in zwei Landkreisen ausserhalb der Metropole Philadelphia Schulen und Krankenhäuser geschlossen. Die Leiche wurde schliesslich in einem Waldstück gefunden. Nachbarn der getöteten Exfrau berichteten, dass sie seit längerem Angst vor dem Mann gehabt habe. «Sie sagte jedem, der zuhören würde, dass er sie töten werde und dass sie wirklich Angst um ihr Leben habe», sagte der Nachbar Evan Weron.

Mutmasslicher Täter diente im Irak

Der Mann war von 2002 bis 2008 bei der US-Marineinfanterie und diente im Irak. Dort war er ein sogenannter Artillerie-Meteorologe und damit zuständig dafür, das Wetter zu beobachten, um möglichst punktgenauen Artilleriebeschuss zu ermöglichen. Er wurde mehrfach wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen. In einem der Fälle wurde er von einem Veteranengericht zu drei bis 23 Monaten Haft verurteilt.

Seiner Facebook-Seite zufolge heiratete er im vergangenen Jahr wieder und hat einen Sohn mit seiner neuen Frau. Auf deren Facebook-Seite war ein Foto vom Samstag zu sehen, mit dem Sohn und den beiden Töchtern auf dem Schoss des Weihnachtsmanns.

SDA/rar

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