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Verenaschlucht: Drohungen gegen Einsiedlerin

Schwester Benedikta erhielt mündliche und schriftliche Drohungen. Darum übernachtete sie für einige Zeit nicht in der Einsiedelei in der Verenaschlucht bei Solothurn, sondern an einem anderen Ort.

Gegen Schwester Benedikta wurden Drohungen ausgesprochen. Darum übernachtete die Bewohnerin der Einsiedelei für einige Zeit an einem anderen Ort.
Gegen Schwester Benedikta wurden Drohungen ausgesprochen. Darum übernachtete die Bewohnerin der Einsiedelei für einige Zeit an einem anderen Ort.
Keystone

Gegen die neue Bewohnerin der Einsiedelei in der Verenaschlucht bei Solothurn sind kurz nach Amtsantritt im letzten Sommer Drohungen ausgesprochen worden. Das hat Schwester Benedikta veranlasst, für einige Zeit an einem anderen Ort zu übernachten.

Die Drohungen seien mündlich und schriftlich geäussert worden, sagte Sergio Wyniger, der Präsident der Bürgergemeinde Solothurn, am Mittwoch zu einem Bericht der «Solothurner Zeitung». Die Drohungen nahmen Bezug auf die Brandstiftung eines Geistesgestörten vom 4. Januar 2011 in der St. Ursen-Kathedrale in Solothurn. Schwester Benedikta zog danach vorerst nachts ins Kloster Namen Jesu in Solothurn und später an zwei andere Orte. Inzwischen lebt sie wieder Tag und Nacht in ihrer Klause.

Die 51-jährige Schwester Benedikta war im vergangenen Sommer aus rund 120 Bewerbern und Bewerberinnen aus dem In- und Ausland zur neuen Bewohnerin der Einsiedelei in der Verenaschlucht gewählt worden. Über die Ausschreibung der Stelle berichteten auch mehrere ausländische Medien.

Die Einsiedlerin lebt in einem kleinen Haus, das an einen Felsen angebaut ist. Zu ihren Aufgaben gehört die Pflege des Gartens, der Kontakt zu den Besuchern und die Betreuung der beiden Kapellen St. Martin und St. Verena.

Inzwischen wurden an der Klause und an den beiden Kapellen Alarmanlagen installiert. Dies stehe nicht im Zusammenhang mit den Drohungen, sagt Bürgergemeindepräsident Wyniger. Die Gebäude seien bisher zu wenig gut gesichert gewesen. Es kämen immer mehr Besucher in die Verenaschlucht.

Schwester Benedikta kann inzwischen auch auf einen Aufpasser vertrauen. Sie hat sich einen Hund zugelegt. Timmy, so heisst der schwarz-weisse Pudel, ist allerdings alles andere als furchteinflössend, wiegt er doch nur gerade 2,5 Kilogramm.

SDA/lub

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