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Vom Helipilot zum Drogenschmuggler

Ein 68-jähriger Franzose aus Birsfelden BL hat früher jahrelang Einsätze für die Rega und Air Zermatt geflogen. Nun sitzt er wegen Drogenschmuggels in Untersuchungshaft.

Gelungener Schlag: Der mit Drogen beladene Helikopter von Jacques L. ist von der Guardia Civil gefunden worden. (Video: Youtube)

Die Story hat durchaus Züge eines spannenden TV- oder Kino-Krimis: Jacques L. (Name geändert), ein routinierter und fachlich kompetenter Helikopterpilot, ist auf die schiefe Bahn geraten, wie Blick.ch berichtet. Der Franzose flog früher jahrelang für die Rega sowie die Air Zermatt und rettete damit auch Menschenleben. Zwischen 2008 und 2010 arbeitete er für das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) und nahm als Experte Prüfungen ab. Seit mehr als zehn Monaten fliegt er nicht mehr, weil er sich in einem spanischen Gefängnis in Untersuchungshaft befindet – mit ihm sein 46-jähriger Schweizer Co-Pilot.

Die Guardia Civil verhaftete bei der Operation «Bombadeo» Mitte Oktober die beiden Männer in der Provinz Málaga mit über 600 kg Haschisch im Helikopter. Gemäss der spanischen Zeitung «ABC», die sich ihrerseits auf Quellen der Behörden beruft, bildete Jacques L. Piloten aus, die Drogen aus Marokko nach Spanien schmuggeln. «Die Drogenflüge über die Strasse von Gibraltar sind sehr riskant. Die Helikopter fliegen nachts knapp über dem Meeresspiegel unter dem Radar. Jeder Fehler kann tödlich sein», schreibt Blick.ch.

Was geschah mit dem jungen Co-Piloten?

Der beschuldigte französische Ausbildner aus Birsfelden BL kam laut dem «Blick» schon vor drei Jahren mit dem Gesetz in Konflikt. Jacques L. sei ohne Flugplan mit einem zweiten Piloten nach Südspanien geflogen. Im Mai 2014 wurde das ausgebrannte Wrack des Schweizer Helikopters in den Bergen bei Casares (Provinz Málaga) gefunden. 200 Meter davon entfernt fand die Polizei die Leiche des jüngeren Begleiters.

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