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Waldbrände auf Kanareninseln – 4700 Einwohner evakuiert

Heisses Wetter und starke Winde haben die Waldbrände auf der Insel La Gomera wieder angefacht. Dort und auf Teneriffa mussten Tausende Menschen den Flammen weichen. Brände wüten aber auch andernorts.

Der Brand soll eingedämmt sein, aber noch nicht gelöscht: Feuerwehrleute in Torre de Macanes nahe Alicante. (13. August 2012)
Der Brand soll eingedämmt sein, aber noch nicht gelöscht: Feuerwehrleute in Torre de Macanes nahe Alicante. (13. August 2012)
AFP
Bedrohlich nahe: Flammen breiten sich auf La Gomera Richtung Wohngebiete aus. (11. August 2012)
Bedrohlich nahe: Flammen breiten sich auf La Gomera Richtung Wohngebiete aus. (11. August 2012)
Keystone
Rauch über einem ganzen Tal: Ein Feuerwehrmann beobachtet die Buschfeuer auf der Insel La Palma. (6. August 2012)
Rauch über einem ganzen Tal: Ein Feuerwehrmann beobachtet die Buschfeuer auf der Insel La Palma. (6. August 2012)
AFP
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Die Hitzewelle in Spanien ist abgeflaut, aber auf den Kanarenischen Inseln La Gomera und Teneriffa toben weiterhin verheerende Waldbrände. Auf dem spanischen Festland brennt es in zwei Nationalparks. Griechenland hingegen kann aufatmen: dort der Regen der Feuerwehr zu Hilfe.

Verheerende Waldbrände haben auf den Kanarischen Inseln Tausende Menschen in die Flucht geschlagen. Auf La Gomera und Teneriffa wurden wegen der Flammen mehrere Dörfer und Siedlungen evakuiert. Insgesamt mehr als 4700 Bewohner mussten nach Angaben der spanischen Behörden ihre Wohnungen verlassen. Auf La Gomera wüteten die Flammen auch im Nationalpark von Garajonay, der als ökologisches Juwel gilt und zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört.

Seit 150 Jahren keine Brände

«Nach fünf Hitzewellen in Folge brennt es auf der Insel auch in Gegenden, in denen es seit 150 Jahren keine Waldbrände gegeben hatte», sagte der Sicherheitschef der Regierung der Kanaren, Humberto Gutiérrez. Das Feuer auf La Gomera war von den Löschmannschaften eigentlich schon unter Kontrolle gebracht worden, aber der Wind und die Hitze fachten die Flammen neu an. Auf Teneriffa vernichtete ein Brand etwa 300 Hektaren Wald in der Gegend von Santiago del Teide. Die Feuerwehr stoppte die Flammen. Insgesamt waren 13 Löschflugzeuge auf beiden Inseln im Einsatz.

Auf dem spanischen Festland brachen in zwei Nationalparks Feuer aus: Ein Waldbrand loderte im Doñana-Park in Südspanien, einem der wichtigsten Schutzgebiete des Landes, ein anderer im Cabañeros- Nationalpark im Südwesten. In beiden Parks gelang es den Löschmannschaften, eine Ausweitung der Brände zu verhindern.

Die Region Galicien im Nordwesten Spaniens wurde von einer Serie von Waldbränden heimgesucht. In der Gegend von Ourense wurden mehrere Siedlungen evakuiert. In der Ortschaft Barco de Valdeorras mussten sich nach Angaben der lokalen Behörden mehrere Bewohner wegen Rauchvergiftungen in einem Krankenhaus behandeln lassen.

In weiten Teilen des Landes flaute die Hitzewelle ab, die mehreren Städten zu Rekordtemperaturen verholfen hatte. Nur auf den Kanarischen Inseln und im Südosten des Festlands hielt die Hitze an.

Aufatmen in Griechenland

In Griechenland konnten die Löschmannschaften aufatmen: Starke Regenfälle löschten in der Nacht den gefährlichen Waldbrand auf der Halbinsel Chalkidiki weitgehend. «Heute morgen haben wir kaum noch Brände», sagte der Regionalgouverneur Christos Pachtas im griechischen Radio. Beim Löschen hatten Feuerwehrleute aus Serbien mitgeholfen.

Der Brand hatte zuvor vier Tage lang in der Klosterregion Berg Athos auf der östlichen Landzunge der Halbinsel im Norden des Landes getobt. Nach mehreren Tagen mit Temperaturen über 40 Grad zeigten die Thermometer in Griechenland vergleichsweise angenehme 32 Grad.

sda/mw/kpn

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