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Weltkriegsbombe gesprengt – grosser Krater mitten in der Stadt

Der Fund eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg hatte die deutsche Stadt Viersen in einen Ausnahmezustand versetzt. Bei der kontrollierten Sprengung wurde die nähere Umgebung verwüstet.

In der näheren Umgebung wurden 8000 Menschen evakuiert: Der Krater nach der Detonation. (17. September 2012)
In der näheren Umgebung wurden 8000 Menschen evakuiert: Der Krater nach der Detonation. (17. September 2012)
Keystone
Etwa 900 Helfer waren im Einsatz: Die umliegenden Häuser nach der Sprengung. (17. September 2012)
Etwa 900 Helfer waren im Einsatz: Die umliegenden Häuser nach der Sprengung. (17. September 2012)
Keystone
An den umliegenden Häuser entstanden grosse Schäden: Die Fundstelle des Blindgängers. (17. September 2012)
An den umliegenden Häuser entstanden grosse Schäden: Die Fundstelle des Blindgängers. (17. September 2012)
Keystone
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Das Zentrum der deutschen Stadt Viersen gleicht einem Trümmerfeld. Eine Bombensprengung machte zwei Gebäude in der Innenstadt unbewohnbar. Die Explosion des Sprengkörpers aus dem Zweiten Weltkrieg riss in der Nacht auf heute einen tiefen Krater und richtete rundum grosse Schäden an.

Rund 8000 Menschen hatten zuvor ihre Häuser verlassen müssen. «Bis auf die Bewohner der zwei unbewohnbaren Gebäude konnten alle wieder nach Hause», sagte ein Polizeisprecher heute. Wegen der Fünf-Zentner-Bombe mit Säurezünder aus dem Zweiten Weltkrieg waren Tausende Bewohner im Umkreis des Fundorts seit gestern Mittag in Sicherheit gebracht worden. Etwa 900 Rettungskräfte waren im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

Heikler Säurezünder

In der Viersener Fussgängerzone klaffte nach der Sprengung ein metertiefer Krater. Schaufensterscheiben wurden aus den Rahmen gedrückt. Die Fassaden der umliegenden Häuser waren voller Dreck bis hoch aufs Dach, etliche Dachziegeln und Fensterscheiben lagen zertrümmert auf dem Boden. Wie gross die Schäden genau sind, sollte im Laufe des Tages in Augenschein genommen werden. Dann sollen auch Statiker prüfen, ob die Häuser einsturzgefährdet sind.

Ende August hatte bereits die Sprengung einer Weltkriegsbombe in München grössere Schäden angerichtet. Auch dort machte die Explosion mehrere Häuser unbewohnbar. Die Feuerwehr musste nach der Sprengung etliche Brände löschen, viele Scheiben gingen zu Bruch.

In Viersen hatte der Säurezünder den Abtransport der Bombe oder die Entschärfung am Fundort nach Einschätzung von Experten unmöglich gemacht. «Schäden waren nicht zu vermeiden», sagt Sprengleiter Dieter Daenecke. Die sogenannte kontrollierte Explosion der Bombe am Fundort sei unvermeidlich gewesen.

Bauarbeiter hätten die Bombe relativ stark bewegt. Der Sprengkörper rutschte in eine Grube, als die Arbeiter auf den Blindgänger stiessen. «Daher mussten wir davon ausgehen, dass der Langzeitzünder in Gang gesetzt wurde», sagte Daenecke. Deshalb sei die Evakuierung dringend notwendig gewesen.

Blindgänger in Hamburg geborgen

Zugleich wurde im Hamburger Binnenhafen ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Ein Bagger hob die 500 Pfund schwere Fliegerbombe aus dem Wasser vor der Speicherstadt und legte sie auf einer Schute ab.

Dort konnte der Sprengmeister am späten Abend den Aufschlagzünder herausdrehen. Zuvor waren die Gebäude im Umkreis von 300 Metern evakuiert worden, sagte ein Polizeisprecher.

SDA/rbi

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