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Wer als Hexe versagt, muss Strafe zahlen

Hexen in Rumänien sollen nicht mehr ungestraft falsche Voraussagen machen dürfen. Eine Oberhexe wehrt sich vehement gegen das neue Gesetz.

«Die Regierung sollte nicht die Hexen, sondern die Karten verdammen»: Oberhexe Bratara Buzea.
«Die Regierung sollte nicht die Hexen, sondern die Karten verdammen»: Oberhexe Bratara Buzea.
Keystone

Rumänische Hexen sollen künftig für ihre Wahrsagungen haften. Sollte das Parlament in Bukarest ein entsprechendes Gesetzesvorhaben verabschieden, drohen den Frauen hohe Geldstrafen oder sogar Haft, wenn ihre Vorhersagen nicht wahr werden.

Erst vor einem Monat hatte das Parlament entschieden, dass auch Hexen Steuern zahlen müssen. Die erneute Gesetzesänderung wurde in der vergangenen Woche bereits vom Senat angenommen und muss nun noch vom Finanz- und Arbeitsausschuss des Unterhauses abgesegnet werden.

Die Oberhexe meldet sich zu Wort

Die Hexen argumentieren, sie sollten nicht für das Versagen ihrer Mittel verantwortlich gemacht werden. «Die Regierung sollte nicht die Hexen, sondern die Karten verdammen», sagte Oberhexe Bratara Buzea der Nachrichtenagentur AP. Zudem gäben viele Kunden falsche Namen und Daten an.

Aberglaube ist in Rumänien weit verbreitet. Auch Regierungsbeamte haben in der Vergangenheit die Kräfte der Hexen in Anspruch genommen, um der Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen und Steuerflucht zu bekämpfen. Als Reaktion zur ersten Gesetzesänderung im Januar schütteten aufgebrachte Hexen giftige Alraunwurzel in die Donau, um die Regierung zu verhexen.

dapd/mrs

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