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«Erst hiess es, der Treibstoff gehe aus»

Eine Maschine der Austrian Airlines landete in Stuttgart statt in Zürich. Weil die Crew das Limit der gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitszeit erreicht hatte.

Die Maschine nach Zürich hat um 17.46 Uhr das Gate am Flughafen Wien verlassen: Die Flugroute von Flug OS 565. (29. April 2018)
Die Maschine nach Zürich hat um 17.46 Uhr das Gate am Flughafen Wien verlassen: Die Flugroute von Flug OS 565. (29. April 2018)
Screenshot flightaware.com
Nach 40 Minuten in der Warteschleife über der Bodensee-Region ...
Nach 40 Minuten in der Warteschleife über der Bodensee-Region ...
Screenshot flightaware.com
Austrian Airlines entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten.
Austrian Airlines entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten.
Helmut Fohringer/APA, Keystone
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Es war stürmisch am Sonntagnachmittag – so sehr, dass am Flughafen Zürich die Anflugrate reduziert werden musste. Dies wurde am Abend einem Flug der Austrian Airlines mit der Flugnummer OS 565 von Wien nach Zürich zum Verhängnis.

Von Westen kommt eine Kaltfront: In Troinex bei Genf hat der Sturm ein Zelt auf die Strasse gefegt. (29. April 2018)
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Leserreporter
Starke Windböen sorgten im Wander- und Erholungsgebiet Sonnenberg im Kanton Luzern zwischen Kriens und Luzern für Sachschaden.
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Leserreporter
... und in Gruyères FR.
... und in Gruyères FR.
Leserreporter
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Wie die Fluggesellschaft gegenüber Redaktion Tamedia sagt, sei die Maschine um 17.45 Uhr in Wien gestartet und habe sich dann wegen der Wettersituation während 40 Minuten in der Warteschleife über Zürich befunden. Schliesslich habe man sich für einen Zwischenstopp in Stuttgart entschieden. «Leider ist in der Zwischenzeit das gesetzlich vorgeschriebene Limit der Crew-Arbeitszeit erreicht worden, sodass ein Weiterflug nach Zürich nicht mehr möglich war», heisst es in der Erklärung weiter. Die Airline bedauert den Vorfall und entschuldigt sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Die Crew habe gemäss mehreren Passagieren angeboten, ihre Arbeitszeit zu überschreiten, wenn sie dafür einen Ferientag bekomme. Doch das sei seitens der Gewerkschaft abgelehnt worden. Schliesslich seien den 132 Passagieren zwei Möglichkeiten geblieben, so der Leserreporter: entweder zurück nach Wien fliegen oder mit dem Bus nach Zürich fahren.

Taxi für 200 Franken

Ein Passagier erzählt, dass den Reisenden in der Warteschlaufe erst mitgeteilt wurde, dass der Treibstoff für längeres Warten nicht ausreiche und man deshalb nach Stuttgart fliegen müsse. Später habe die Crew die Passagiere jedoch über die Auseinandersetzungen wegen der Arbeitszeiten informiert.

Nach der Ankunft in Stuttgart habe ein Riesenchaos geherrscht. Essen und Trinken seien nicht zur Verfügung gestanden. «Man sagte uns, wir sollen was kaufen und dann die Quittung der Airline schicken.» Erst habe die Crew zudem gemeldet, dass das Gepäck nach Wien zurückfliege. Doch ein Passagier habe ein Medikament aus seinem Koffer gebraucht.

«Wir sind schliesslich mit Gepäck und 5,5 Stunden Verspätung um 0.30 Uhr in Zürich angekommen. Ein Freund musste für 200 Franken das Taxi nach Hause nehmen.» Viele konnten wegen der späten Ankunft nicht mehr auf öffentliche Verkehrsmittel zugreifen. Ob auch diese Kosten von der Fluggesellschaft übernommen werden, ist nicht bekannt.

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