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Winzer panscht Wein mit Frostschutzmittel - sieben Jahre Haft

Ein Winzer in Ungarn wollte Dieben eine Lektion erteilen. Jetzt muss er selbst ins Gefängnis.

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Ein Winzer stand in Budapest vor Gericht: Ein Rebberg in Ungarn. (Archivbild)
Ein Winzer stand in Budapest vor Gericht: Ein Rebberg in Ungarn. (Archivbild)
Keystone

Um Dieben eine Lektion zu erteilen, hat ein ungarischer Winzer Frostschutzmittel in seinen Wein geschüttet und damit den Tod eines Menschen verursacht. Wegen fahrlässiger Tötung wurde er von einem Gericht in Budapest am Mittwoch zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Der 39-Jährige hatte während des Prozesses gestanden, vor zwei Jahren einen Teil seines Weins mit Frostschutzmittel gepanscht zu haben, um sich an einer Gruppe von Dieben zu rächen, die sich regelmässig in seinem Weinkeller in dem Ort Vacszentlaszlo bedienten.

Ein Toter, fünf Verletzte

Ein 30-Jähriger, der mehrere Krüge gestohlen und den Wein anschliessend mit Freunden geteilt hatte, starb kurze Zeit darauf im Spital an Vergiftung, fünf weitere mussten ebenfalls ins Spital.

Er habe den Dieben lediglich einen gehörigen Durchfall verpassen wollen, versicherte der Angeklagte. Hätte er Schlimmeres geplant, hätte er «Unkraut- oder Pilzvernichtungsmittel» genommen. Laut dem Richterspruch muss er für seine gefährliche Aktion nun mindestens viereinhalb Jahre seiner Strafe tatsächlich absitzen, bevor er eventuell vorzeitig freigelassen wird.

(SDA)

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