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Wirbelstürme in Indien und Japan

In Indien reisst der Zyklon Hudhud acht Menschen in den Tod, mindestens 37 Menschen werden durch den Taifun Vongfong in Japan verletzt. Der könnte bald Tokio erreichen.

400'000 Menschen in Sicherheit gebracht: Ein Mann mit einem kaputten Regenschirm im indischen Gopalpur. (12. Oktober 2014)
400'000 Menschen in Sicherheit gebracht: Ein Mann mit einem kaputten Regenschirm im indischen Gopalpur. (12. Oktober 2014)
Reuters

Ein heftiger Zyklon hat an der Ostküste Indiens mindestens acht Menschen in den Tod gerissen. Die meisten Opfer seien in den Staaten Andra Pradesh und Orissa von eingestürzten Mauern oder Bäumen erschlagen worden, teilten die Behörden mit. Zyklon Hudhud traf mit schweren Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von 195 Kilometern pro Stunde auf Land, wie Marinesprecher S.K. Grewal sagte.

Der Zyklon Hudhud sorgte für heftige Regenfälle in Indien. (Video: Facebook/Kalu Das))

Vor Ankunft des Zyklons Hudhud waren in Indien mindestens 400'000 Menschen in den Küstenregionen in Sicherheit gebracht worden. Hunderte Schutzräume waren für die Evakuierten eingerichtet. Der Regierungschef des Bundesstaats Andhra Pradesh, N. Chandrababu Naidu, sagte, die frühzeigen Evakuierungen hätten Leben gerettet, doch habe der Zyklon «gewaltige Schäden» an Gebäuden und Feldfrüchten in den Küstenbezirken verursacht. Bei Tagesanbruch sollten Rettungshelikopter, Flugzeuge und Schiffe zu Hilfseinsätzen entsandt werden.

Der Indische Ozean ist ein Zentrum für Zyklone. Von den 35 schlimmsten Stürmen der Geschichte kamen 27 über den Golf von Bengalen und trafen entweder Indien oder Bangladesh. 1999 verwüstete ein Zyklon die Küste des StaatsOdisha und kostete mindestens 10 000 Menschen das Leben.

Hochspannungsleitungen heruntergerissen

Auch Japan wurde durch einen heftigen Taifun in Mitleidenschaft gezogen: Mindestens 37 Menschen wurden verletzt. Der Taifun Vongfong fegte vor allem über die japanische Insel Okinawa hinweg. 150'000 Anwohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. 60'000 Haushalte hatten keinen Strom mehr. Angesichts heftigen Regens warnten die Behörden vor Erdrutschen. Starkwinde rissen Hochspannungsleitungen herunter, der Schnellbahnverkehr kam zum Erliegen.

Der Wirbelsturm bewegte sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometern pro Stunde auf die nordöstlich gelegene Hauptinsel Kyushu zu, wo er für Montag erwartet wird. Die Gegend von Tokio könnte er am Dienstag erreichen.

Es ist bereits der zweite schwere Sturm in Japan binnen einer Woche. Beim Durchzug von Taifun Phanfone waren am vergangenen Wochenende auf der Insel Okinawa drei amerikanische Soldaten ums Leben gekommen, als sie von Wellen mitgerissen wurden.

SDA/rar

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