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Wolf reisst Reh im Appenzellerland

Ein Wildhüter hat auf einer Alp bei Urnäsch AR einen Rehkadaver gefunden. Das Tier wurde von einem Wolf getötet, der aus Italien stammt – er könnte aber schon länger durch die Schweiz streifen.

Rückkehr einer einheimischen Tierart: Neben dem Wolfsrudel im bündnerischen Calandamassiv ist auch im Wallis ein Wolfspaar unterwegs.
Rückkehr einer einheimischen Tierart: Neben dem Wolfsrudel im bündnerischen Calandamassiv ist auch im Wallis ein Wolfspaar unterwegs.
Kanton Wallis
Dieses Tier bei Bellwald im Bezirk Goms VS haben die Behörden 2013 als Wolf identifiziert.
Dieses Tier bei Bellwald im Bezirk Goms VS haben die Behörden 2013 als Wolf identifiziert.
Marco Schmidt, Keystone
Ein Überblick darüber, wo sich in der Schweiz Wölfe befinden. (F = weiblich / M = männlich)
Ein Überblick darüber, wo sich in der Schweiz Wölfe befinden. (F = weiblich / M = männlich)
Kora
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Auf einer Alp bei Urnäsch AR ist ein Reh von einem Wolf gerissen worden. Dies teilte die Ausserrhoder Kantonskanzlei mit. Nach ersten Abklärungen stammte der Wolf aus Italien.

Der Ausserrhoder Wildhüter fand die gerissene Rehgeiss am 19. März im Gebiet Sauböhl bei Urnäsch. Anhand von DNA-Proben stellte das Laboratoire de Biologie de la Conservation der Universität Lausanne fest, dass das Reh von einem Wolf italienischer Herkunft getötet worden war. Weitere Untersuchungen sollen noch genauere Angaben zum Wolf liefern.

Es ist das zweite Mal, dass ein Wolf in Ausserrhoden zuschlägt. Im Mai 2014 waren in Heiden AR und in Untereggen SG je zwei Schafe gerissen worden – auch damals von einem Wolf italienischer Herkunft. Laut dem Ausserrhoder Jagdverwalter Heinz Nigg könnte jetzt in Urnäsch wieder der gleiche Wolf aufgetreten sein.

Es sei aber auch gut möglich, dass ein Wolf aus dem Calanda-Rudel das Reh in Urnäsch gerissen habe, sagte Nigg der Nachrichtenagentur sda. Im Frühjahr seien die Wölfe auf Wanderschaft, und sie könnten dabei grosse Distanzen zurücklegen.

Beim Wolfsriss von 2014 in Heiden AR handelte es sich um ein Tier italienischer Herkunft, das auch im Wallis Spuren hinterlassen hatte und später bis in die Ostschweiz gewandert war. Seit 2014 habe es auf jenen Wolf keine Hinweise mehr gegeben.

Seit dem 19. März gab es im Appenzeller Hinterland keine weiteren ungeklärten Funde von Fallwild. Laut dem Jagdverwalter wurden auch keine Risse von Haustieren oder andere ungewöhnliche Beobachtungen gemeldet. Der Wolf halte sich höchstwahrscheinlich nicht mehr im Gebiet auf, er sei wohl weitergezogen.

SDA/spu

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