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Zürich zeigt Po

Mit Schildern will die Stadt Zürich die Konflikte mit den Nackten der Werdinsel lösen.

Hier zieht man blank: Die Stadt bezeichnet mit neuen Tafeln die Zonen auf der Werdinsel, wo Nacktbaden erlaubt ist.
Hier zieht man blank: Die Stadt bezeichnet mit neuen Tafeln die Zonen auf der Werdinsel, wo Nacktbaden erlaubt ist.
Grün Stadt Zürich
Hosen hoch: Wo dieses Plakat zu sehen ist, müssen die Textilien wieder ran.
Hosen hoch: Wo dieses Plakat zu sehen ist, müssen die Textilien wieder ran.
Grün Stadt Zürich
Beliebter Treffpunkt der Gay-Community und Nacktbadezone: Der Inselspitz der Werdinsel aus der Vogelperspektive.
Beliebter Treffpunkt der Gay-Community und Nacktbadezone: Der Inselspitz der Werdinsel aus der Vogelperspektive.
Reto Oeschger
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Nicht nur Eltern, die mit ihren Kindern auf der Werdinsel spazieren, regen sich auf. Die Werdinsel ist seit Jahren ein Zankapfel. Vor allem am Inselspitz gibt es nicht nur Nacktbadende, sondern auch Menschen, die ihrem Sexualtrieb freien Lauf lassen.

Nun reagiert die Stadt, und zwar mit zwei verschiedenen Schildern. Eines ist mit Textilbereich angeschrieben, das andere mit Nacktbereich. Beide Tafeln zeigen stilisiert und von hinten einen Mann und eine Frau vom Oberkörper bis zum Hinterteil. Auf dem einen sind die Körper bekleidet, auf dem anderen nicht. Beide aber werben für ein friedliches Miteinander und mahnen zu Rücksichtnahme. Eine Drohung fehlt nicht: «Verstösse gegen die öffentliche Ordnung können zur Anzeige gebracht werden.»

Nacktsein in der Öffentlichkeit erlaubt

Die Schilder wurden zusammen mit der Homosexuellen Arbeitsgruppe Zürich (HAZ) sowie dem Gesundheitszentrum für Schwule, Checkpoint Zürich, entwickelt und sind als Empfehlungen zu verstehen. Sie sollen aufzeigen, in welchem Bereich mit Nacktbadenden zu rechnen und wo das Tragen von Kleidung erwünscht ist, wie Grün Stadt Zürich in einer Mitteilung von heute Mittwoch schreibt.

Die Schilder werden sechs Wochen lang stehen – versuchsweise. Die Resultate sollen ins Nutzungskonzept Werdinsel einfliessen, das derzeit erarbeitet wird. Es ist die Reaktion auf ein Postulat aus dem Gemeinderat, das eine Beschilderung des FKK-Bereichs gefordert hatte.

Die Stadt vergisst nicht zu erwähnen, dass seit über 50 Jahren auf der Werdinsel auch nackt gebadet wird und dass Nacktsein in der Öffentlichkeit «grundsätzlich nicht verboten ist» (siehe auch Infobox).

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