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Zwei Babys und zu viele Eltern

Wem gehören die italienischen Zwillinge, deren Embryonen einer falschen Frau eingepflanzt worden sind – den biologischen Eltern oder der Frau, die sie gebar?

Gesetzgeber und oberste Richter sind bei einer Verwechslung gefragt: Eine Laborantin zieht eine befruchtete Eizelle aus einer Petrischale in eine Pailette ein.
Gesetzgeber und oberste Richter sind bei einer Verwechslung gefragt: Eine Laborantin zieht eine befruchtete Eizelle aus einer Petrischale in eine Pailette ein.
Keystone

Tiefblaue Augen sollen sie haben und ein paar kastanienbraune Haare. Zehn Tage sind sie alt; sie sind Brüderchen und Schwesterchen, sie haben einen Familiennamen – und Eltern gleich im Überfluss. «Wir sind es!», ruft das eine Ehepaar. «Uns gehören sie!», behauptet das andere.

Sie sind vertauscht worden, die beiden, aber nicht in der Wiege, sondern schon neun Monate zuvor. Zwei Paare waren es im Dezember 2013, die sich in der staatlichen Pertini-Klinik in Rom per künstlicher Befruchtung ihren Kinderwunsch erfüllen wollten. Die Nachnamen klangen ähnlich, Dienst hatte eine einzige Laborantin. Ein Versehen, eine Verwechslung – und der einen Frau wurden die Embryonen des anderen Paares eingesetzt.

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