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Festgenommener ist ein Ex-Polizist

Nach der Aufregung über die Bombenattrappe in einem Air-France-Flug erleben die Ermittler eine Überraschung: Das verdächtige Objekt könnte von einem Ex-Kollegen stammen.

Bombenattrappe an Bord: Das Flugzeug der Air France in Mombasa. (20. Dezember 2015)
Bombenattrappe an Bord: Das Flugzeug der Air France in Mombasa. (20. Dezember 2015)
Edwin Kana, Keystone
Im Waschraum der Boeing 777 fanden die Ermittler ein verdächtiges Päckchen.
Im Waschraum der Boeing 777 fanden die Ermittler ein verdächtiges Päckchen.
str, Keystone
Der Schock bei den betroffenen sass tief.
Der Schock bei den betroffenen sass tief.
Keystone
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In Frankreich ist ein pensionierter Polizist festgenommen worden, weil er mit einer Bombenattrappe die Notlandung einer Air-France-Maschine in Kenia am Wochenende verursacht haben soll. Gegen den Mann werde wegen fahrlässiger Gefährdung ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft im Pariser Vorort Bobigny mit. Er sei Passagier des Fluges von Mauritius nach Paris gewesen, der in Kenia notlanden musste. Der 58-jährige Mann stehe im Verdacht, die Attrappe in einem Waschraum deponiert zu haben. Nach zwölf Stunden Befragung kam er wieder frei. Zur Freilassung des Manns gab die Staatsanwaltschaft an, der derzeitige Stand der Ermittlungen rechtfertige ein längeres Festhalten nicht.

Bei dem verdächtigen Objekt handelte es sich um eine Schachtel aus Karton und Pappe mit einer Digitaluhr. Nachdem sie entdeckt wurde, leiteten die Piloten eine Notlandung in Mombasa ein. Alle 459 Passagiere und 14 Mannschaftsmitglieder wurden in Sicherheit gebracht. Der Gegenstand erwies sich als ungefährlich. Sechs Passagiere wurde von der kenianischen Polizei befragt. Nach Angaben eines Sprechers war auch der jetzt festgenommene Ex-Polizist unter ihnen. Ein Polizeihund habe die Geruchsspur der falschen Bombe bis zum Sitz des Mannes zurückverfolgt.

Aus Polizeikreisen hiess es, der 58-Jährige sei der Besatzung aufgefallen, weil er ungewöhnlich häufig die Toilette aufsuchte. Seine Frau sollte ebenso wie Mitglieder der Besatzung als Zeugin befragt werden.

Tränen bei der Ankunft

Die Passagiere kamen am Montag auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle an, wo der Verdächtige in Gewahrsam genommen wurde. Marine Gorlier weinte, als sie Familienangehörige auf dem Flugplatz traf. «Wir dachten, wir würden sterben», sagte sie. Antoine Dupont sagte: «Ich bewundere wirklich die Mannschaft, weil sie dachte, es sei eine echte Bombe. Sie blieben sehr gelassen.»

Bereits zum vierten Mal wurde Air France damit in jüngster Zeit Opfer eines falschen Bombenalarms. In Frankreich herrscht seit den Terroranschlägen vom 13. November mit 130 Toten Ausnahmezustand. Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte für die Attentate die Verantwortung übernommen.

AFP/dia

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