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Zwei Tote in französischem «Dschungelcamp»

Die Dschungelsendung «Koh-Lanta» eines französischen Senders endete für zwei Beteiligte in Kambodscha tödlich. Zuerst starb ein 25-jähriger Mitspieler an einem Herzinfarkt, danach beging sein Arzt Selbstmord.

Starb an einem Herzinfarkt: Der 25-jährige Gérald Babin.
Starb an einem Herzinfarkt: Der 25-jährige Gérald Babin.
Ausriss «le parisien»
Nahm sich nach dem Tod von Babin selbst das Leben: Der Dschungelcamp-Arzt Thierry Costa.
Nahm sich nach dem Tod von Babin selbst das Leben: Der Dschungelcamp-Arzt Thierry Costa.
PD
Paradiesische Szenen: Der Strand in Koh-Lanta.
Paradiesische Szenen: Der Strand in Koh-Lanta.
wikipedia commons
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Bei der französischen «Dschungelcamp»-Variante «Koh-Lanta»sind binnen weniger Tage zwei Menschen ums Leben gekommen. Nachdem ein Teilnehmer vor rund einer Woche in Kambodscha an einem Herzinfarkt gestorben war, nahm sich der Arzt des Fernsehteams am Montag das Leben, wie die Produktionsfirma ALP mitteilte.

In einem Abschiedsbrief nannte der 38-jährige Arzt Thierry Costa als Beweggrund, dass er durch eine Medienkampagne «in den Schmutz gezogen» worden sei. In Medienberichten hatte es geheissen, dass dem verstorbenen Teilnehmer der Serie zu spät geholfen worden sei.

Drehtermine abgesagt

Die Justiz in Frankreich ermittelt wegen fahrlässiger Tötung in dem Fall. Der Leichnam des 25-jährigen Gérald Babin, der am 22. März gestorben war, wurde am vergangenen Freitag in Frankreich untersucht. Die Staatsanwaltschaft von Créteil bei Paris wollte aber keine Ergebnisse bekannt geben.

Babin war am ersten Drehtag für die 16. Staffel der Realityshow des französischen Senders TF 1 auf der Insel Koh Rong im Süden Kambodschas gestorben. Nach Angaben von ALP erlitt er nach dem ersten Spiel der Teilnehmer einen Krampfanfall. Der Arzt Costa nahm Erste-Hilfe-Massnahmen vor, dann wurde Babin ins Krankenhaus gebracht, wo er später starb. Nach dem tragischen Vorfall kündigte TF 1 an, dass alle Drehtermine der Saison 2013 annulliert würden; alle Kandidaten traten die Heimreise an.

Klage von Produktionsfirma

Die Produktionsfirma Adventure Line Productions (ALP) ihrerseits kündigte eine Verleumdungsklage gegen jene an, welche die Vorkommnisse zu ihren Zwecken verdrehten.

Eine Autopsie hatte keinerlei gesundheitliche Schwächen von Babin ergeben. Augenzeugen berichteten allerdings, dass trotz des Unwohlseins des Mannes die Arbeit am Set vor Tropenkulisse auf der Insel Koh Rong nicht unterbrochen worden sei – dies obwohl der Arzt dazu geraten habe.

(AFP)

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