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Tatverdächtiger von Austin sprengt sich in die Luft

Auf der Flucht vor der Polizei hat sich der mutmassliche Paketbomber selbst in die Luft gesprengt. Die Gefahr sei aber noch nicht vorbei, warnt die Polizei.

Der mutmassliche Paketbomber hat sich im Auto in die Luft gesprengt. (Video: Tamedia/Reuters)

Der mutmassliche Bombenleger von Austin hat sich bei einer Verfolgungsjagd in die Luft gesprengt. Er wird für sechs Explosionen verantwortlich gemacht, bei denen in Texas seit Anfang März zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden waren.

Der Polizeichef der texanischen Hauptstadt, Brian Manley, bestätigte am Mittwoch den Tod eines Mannes. Er warnte zugleich vor weiteren Sprengsätzen, die noch im Umlauf sein könnten. Ausserdem könne der Mann Komplizen gehabt haben.

Bei weiteren Detonationen gibt es zwei Verletzte: Die Polizei sperrt einen weiteren Tatort in Austin ab. (20. März 2018)
Bei weiteren Detonationen gibt es zwei Verletzte: Die Polizei sperrt einen weiteren Tatort in Austin ab. (20. März 2018)
Eric Gay, Keystone
Am Sonntagabend hat sich die Serie von Explosionen in der US-Stadt Austin fortgesetzt. Zwei Menschen wurden verletzt. (18. März 2018)
Am Sonntagabend hat sich die Serie von Explosionen in der US-Stadt Austin fortgesetzt. Zwei Menschen wurden verletzt. (18. März 2018)
Nick Wagner/Austin American-Statesman/AP, Keystone
Die Ermittler glauben, dass die Explosionen mit einander in Verbindung stehen. (12. März 2018)
Die Ermittler glauben, dass die Explosionen mit einander in Verbindung stehen. (12. März 2018)
Ricardo B. Brazziell/Austin American-Statesman/AP, Keystone
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Die Ermittler hatten den Mann anhand von Fotos aus Überwachungskameras eines Paketshops identifiziert. Ein Spezial-Team näherte sich einem Hotel in Round Rock nahe Austin und spürte ihn schliesslich auf dem Parkplatz auf. Während die Einsatzkräfte auf das Eintreffen von Spezialfahrzeugen warteten, fuhr der Verdächtige vor dem Zugriff in einem Wagen davon.

Während der Verfolgung zündete der Mann in seinem Auto am Strassenrand einen Sprengsatz, als sich Polizisten zu Fuss näherten. Nach Angaben der «New York Times» wurde ein Polizist von ihrer Explosion zurückgeschleudert. Ein zweiter Polizist habe auf den Wagen geschossen.

Wochenlang Angst und Schrecken

Die Verbrechen hatten in Texas drei Wochen lang Angst und Schrecken verbreitet. Für die Polizei gibt es keinen Zweifel daran, dass der Mann für die Bombenserie verantwortlich ist.

«Wir glauben, dass dieses Individuum für all die Vorfälle in Austin verantwortlich ist», sagte Polizeichef Manley. Was die Ermittler nach wie vor nicht wissen: Was könnte den 24 Jahre alten Weissen zu seinen Taten getrieben haben?

US-Präsident Donald Trump dankte der Polizei in Austin. «Toller Job der Strafverfolgungsbehörden und aller anderen Beteiligten», twitterte er am Morgen. Mehr als 500 Ermittler waren in Austin im Einsatz.

Rätselhafte Serie

In Austin waren in diesem Monat drei Paketbomben explodiert. Sie töteten zwei Menschen, zwei wurden schwer verletzt. Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um einen 17-jährigen und einen 39-jährigen Schwarzen.

In der Nacht zu Montag explodierte eine vierte Bombe in einem Wohngebiet am Strassenrand. Sie war anderer Machart. Zwei arglose Männer, die dort ihre Fahrräder entlang schoben, lösten einen Stolperdraht aus. Beide wurden verletzt. Am Dienstag war die rätselhafte Serie weitergegangen: Zuerst explodierte ein Paket bei der Filiale eines Logistikers nahe San Antonio. Am Abend war ein weiteres Paket in einem Versandzentrum gefunden worden, das eine nicht explodierte Bombe enthalten haben soll.

«Weiter vorsichtig sein»

Die Ermittler waren dem Mann 48 Stunden vor der dramatischen Verfolgungsjagd auf die Spur gekommen. Die Zeitung «Austin American Statesman» zitiert Fred Milanowski von der Bundespolizeibehörde ATF: Man habe herausgefunden, dass der Mann einige Komponenten seiner Bomben erst kurz vor den Taten gekauft habe. Der letzte Sprengsatz, den der 24-Jährige in seinem Wagen zündete, sei eine «erhebliche Bombe» gewesen, sagte Milanowski.

Austins Bürgermeister Steve Adler sagte bei CNN, trotz des Todes des Verdächtigen müsse man weiter vorsichtig sein. «Wir wissen nicht, was er in den letzten 24 Stunden gemacht hat», sagte er. «Aber zunächst einmal sind wir alle sehr erleichtert. Wir haben alle zusammengehalten. Alle haben alles gegeben.»

AFP/sda/nd

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