Wer heiratet, wird ohnehin nicht Ärztin

Die Bosse einer Medizin-Uni in Tokio haben Ergebnisse von Aufnahmetests verfälscht, um mehr Männer zuzulassen. Angeblich, um einem Ärztemangel vorzubeugen.

Bloss eine Formalität: Die Interims-Bosse der Uni, Tetsuo Yukioka und Keisuke Miyazawa, entschuldigen sich mit tiefen Verbeugungen. Reuters

Christoph Neidhart@tagesanzeiger

Eine private Medizin-Universität in Tokio hat ihre Aufnahmeprüfungen verfälscht. Dabei wurde die Punktzahl weiblicher Bewerber systematisch um zehn bis zwanzig Prozent reduziert. Mit der Manipulation, die seit Jahren lief, hielt das Rektorat den Frauen-Anteil der Studenten unter 30 Prozent. Eine Untersuchung durch unabhängige Anwälte hat den Skandal diese Woche bestätigt.

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