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China weint: Volksheld Liu Xiang out

Hürdensprinter Liu Xiang sollte in Peking Gold holen, um der Welt die Grösse Chinas zu beweisen. Nun schied der Olympiasieger von Athen im Vorlauf verletzt aus.

China weint: Das Aus von Liu Xiang heute morgen in der Vorrunde des 110m Hürdenlaufes

Hürdensprinter Liu Xiang, der Poster-Star der Spiele in Peking, ist also nicht mehr dabei.

Der Volksheld humpelte nach einem Fehlstart eines anderen Läufers mit schmerzverzerrtem Gesicht zurück in die Startblöcke. Er riss seine Startnummer vom Oberschenkel und trat zum zweiten Versuch nicht mehr an. Die 91'000 Zuschauer im Vogelnest waren fassungslos. Die Meldungen, die am Sonntag durchgedrungen waren, wonach Liu an einer Achillessehnen-Verletzung leide, erwiesen sich als richtig.

Den Olympiasieger von Athen plagt eine äussert schmerzhafte Entzündung am rechten Achillessehnen-Ansatz. Die Verletzung, die ihm schon früher in seiner Karriere Schwierigkeiten bereitet hatte, machte sich letzten Samstag wieder bemerkbar und klang seither kaum ab. "Wenn seine Verletzung nicht so schwer gewesen wäre, hätte er niemals aufgegeben", betonte der Cheftrainer der chinesischen Leichtathleten, Feng Shuyong. Unter Tränen pries Liu Xiangs Trainer Sun Haiping den Hürdenläufer als grossen Kämpfer. Liu selber trat nicht vor die Medien. Er sei sehr traurig und deprimiert, liessen die Trainer ausrichten.

Kein anderer chinesischer Sportler stand an diesen Olympischen Spielen derart unter Druck wie Liu. Die Erwartungen an ihn waren noch höher als an 400-m-Läuferin Cathy Freeman an den Spielen 2000 in Sydney. Zusätzlicher Druck auf Liu entstand auch durch Dayron Robles. Der Kubaner entriss dem Chinesen in diesem Sommer mit 12,87 Sekunden den Weltrekord.

(si)

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