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Kein Schweizer Exploit über 200 m

Die Schweizer Marco Cribari und Marc Schneeberger sind am ersten Tag des olympischen 200-m-Wettbewerbs ausgeschieden.

Der Berner Schneeberger brachte es in die Viertelfinals, der Zürcher Cribari schied schon im Vorlauf aus.

Nach einer guten Vorstellung am Morgen in den Vorläufen wurde Schneeberger in der zweiten Runde in schwachen 21,48 Sekunden Letzter seiner Serie; das ergab für ihn den 31. Schlussrang unter 63 Konkurrenten. «Eine solche Zeit bin ich schon vor zehn Jahren gelaufen», sagte der 27-jährige Schweizer. Er sei ratlos, das Tuning habe diesmal von A bis Z nicht gestimmt.

Kein schönes Ende

Das lange Vorgeplänkel, das dem Start seiner Serie vorausgegangen war (zweimal Startabbruch, ein Fehlstart) habe ihn nicht gestört: «Es wäre schlecht, wenn man sich dadurch aus der Ruhe bringen liesse.» Aufgrund der Vorleistung hat Schneeberger mit dem Vordringen in die 2. Runde die Erwartungen erfüllt. «Aber so aufzuhören, ist nicht schön», sagte er.

Am Morgen hatte er sich in den Vorläufen mit der 28. Zeit von 20,86 als Vierter der Serie (zusammen mit 100-m-Olympiasieger Usain Bolt) über die Zeit für die 2. Runde qualifiziert. Nach der Kurve musste er einen Gang zurückschalten, um nochmals in den Rhythmus zu kommen. Drei Zehntel habe er damit verloren, meinte der Berner. Den auf Bahn 3 laufenden Bolt hatte Schneeberger auf Aussenbahn nicht wahrgenommen.

Der Trainer musste wegen eines Todesfalls abreisen

Marco Cribari (23) schob sich in den Vorläufen in der 8. Serie auf den 5. Platz und belegte den 37. Schlussrang. Er hätte 9/100 schneller sein müssen, um die zweite Runde zu erreichen; der Cut für die Viertelfinals erfolgte bei 20,89. Cribari war mit seiner Leistung «eigentlich zufrieden». Er habe sich locker gefühlt und eine wichtige Erfahrung für die weitere Karriere gemacht. «Ich kam in einen guten Rhythmus, war aber zu wenig schnell. Am Schluss fehlte die Energie.»

Nicht im Stadion dabei war der Schweizer Sprinttrainer Lucio di Tizio, der die 200-m-Läufer zuvor in Peking betreut hatte. Di Tizio reiste am Montagmorgen ab, weil sein Vater in Perugia gestorben war.

(si)

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