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Nicola Spirig: «Ich bekam Krämpfe»

Nicht viel hat gefehlt, und die 26-jährige Zürcher Unterländerin hätte im Triathlon noch in den Kampf um die Bronzemedaille eingreifen können.

Nicola Spirig, wie ist das Rennen aus Ihrer Sicht verlaufen? Ich bin überrascht, dass so viele Triathletinnen so gut geschwommen sind. Vom Gefühl und auch von meinen Trainingszeiten her hatte ich nicht erwartet und im Rennen auch nicht das Gefühl, schlecht zu schwimmen (Rang 36 - Red.). Ich musste anschliessend extrem viel arbeiten, um in die erste Gruppe im Radfahren aufzuschliessen. Ich versuchte dann ein paar Mal auszureissen, doch die Konkurrenz liess mich nicht ziehen.»

Im Laufen bekundeten Sie wegen Krämpfen zu Beginn Probleme. Ich bekam Krämpfe in den Oberschenkeln und konnte deshalb nicht ganz jenes Risiko eingehen, das ich eigentlich wollte. Zum Glück wurde es besser und nicht schlechter. Deshalb gab ich nochmals alles bis zum Schluss.

Der Bronze-Zug war aber schon abgefahren. Wenn man einmal ein wenig zurückgefallen ist, wird es natürlich sehr schwer, wieder aufzuholen. Denn diejenigen, die vorne sind, laufen natürlich nicht gerade langsam. Ich gab alles, aber es ist einfach sehr schwierig auf diesem Level, das Loch wieder zuzumachen.

Hatten Sie schon in der jüngeren Vergangenheit Probleme mit Muskelkrämpfen bekundet? Zuletzt nur ein einziges Mal, obschon ich sehr hart trainierte, und teilweise bei extremen Bedingungen. Ich habe hier auch sehr auf die Zufuhr von ausreichend Mineralien und Magnesium geachtet. Ich trank auch mehr als üblich auf der Radstrecke. Ich hatte von mir aus gesehen also alles getan, um die Krämpfe zu vermeiden. Doch ausschliessen lässt es sich anscheinend nie, wenn man sieht, dass selbst eine so erfahrene Athletin wie Paula Radcliffe im Marathon Krämpfe hatte.

Die klimatischen Bedingungen waren aber mit einem Weltcup-Rennen auf europäischem Boden vergleichbar... So ist es. Das Klima war deutlich weniger schlimm und extrem als erwartet. Es war fast ein bisschen schade, denn wir hofften, dass dadurch weniger gut vorbereitete Athleten anderer Länder etwas zurückgebunden würden.

Welche Rennen haben Sie für den Rest der Saison noch in Planung? Es gibt noch ein Nichtwindschatten-Rennen in Dallas, wo gutes Taschengeld verdient werden kann, oder das Weltcup-Rennen in Lorient in Frankreich von Ende September. Und vor allem werde ich im November das WM-Rennen über die halbe Ironman-Distanz in Clearwater (Florida, die sogenannte 70.3-WM wird zum dritten Mal ausgetragen - Red.) bestreiten. Die Qualifikation hatte ich mir Anfang Juni mit Platz 2 in Rapperswil geholt (ihr Lebenspartner Reto Hug möchte das entsprechende Qualifikations-Ticket nächsten Monat in Singapur holen - Red.).

(si)

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